Unser Regenbogen

Ich habe den Pfad gefunden …

zum Ort der vergessenen Gefühle …

wo die Sehnsucht schweigt …

jenen Ort wo sich deine …

und meine Gedanken …

einst liebevoll vereinten …

und Leben für Leben …

in die Zukunft träumten …

den Ort unserer Erstgeburt …

dort wo wir nie getrennt sind …

jenen Ort wo alles begann …

und alles wieder vereint wird …

dort werde ich auf dich warten …

da wo sich unser eigener Regenbogen …

an seinem Anfang und seinem Ende umarmt.

© Erika Flickinger

Regenbogen: Dualseelen.

Stumme Schatten

Als ich dich erkannte, sah ich in dir alles was die Zukunft bereit hält,

alles was Du für unseren Weg in mein Herz gezeichnet hattest.

Ich ging wohl zu schnell los um das von dir skizzierte einzuholen,

deinen Worten mein Herz zu öffnen und mich in ihnen zu verlieren.

Und irgendwo hast Du plötzlich aufgehört weiterzugehen,

und ich erkenne hier, schon vor dir in der Zukunft stehend,

all die liebevollen Worte und Zeichen einst von dir in mich geschrieben,

nur noch als stumme Schatten … verwischte Buchstaben …

und verschwommene Zeilen … in unserem Buch der Vergangenheit…

nur die Zeit weiß ob wir die Schatten wieder in Licht wandeln können.

© Erika Flickinger

Die feine Linie

Und plötzlich gibt es da diese feine Linie zwischen uns,

sie schwankt zwischen Gehen und Bleiben.

Und je länger das Schweigen zwischen uns wohnt,

umso mehr gewinnt diese Linie an Leben, dehnt sich aus…

zeigt immer mehr Risse die sich zu Pfaden bilden …

und eröffnet nach und nach neue Wege die in die Zukunft einladen.

© Erika Flickinger

Dieser Ort in uns

Wir beide tragen diesen Ort in uns …

der Ort an dem wir nie getrennt waren …

dieser Flecken in unserem Herzen …

der im Takt des anderen schlägt …

wo unsere gemeinsame Melodie klingt …

da wo wir Hand in Hand beieinander stehen …

der Punkt unserer Seele an dem wir vereint sind …

jener Ort an dem auch der Neubeginn zu finden ist …

es braucht nur Mut die Tür zu öffnen.

© Erika Flickinger

Meine Heimat

Meine Heimat ist da wo mein Herz zu Hause ist,

Heimat bedeutet für mich nicht an einem Ort zu hängen,

sondern da zu leben wo mein Herz mir dem Weg weißt.

Dort wo ich mich geborgen und geliebt fühlen kann,

wo ich mich angenommen und im Herzen angekommen fühle,

ist der Ort an dem ich freudig leben kann, den ich Heimat nenne.

© Erika Flickinger

Das Tor zur Seele

Nicht nur die Augen sind das Tor zur Seele…

jedes unserer Gefühle kann der Schlüssel zu einer anderen Seele sein.

Manchmal will man sich in den Augen des Gegenübers nicht erkennen, unsere Instinkte aber sprechen eine ganz andere Sprache.

Bestimmt ist es jedem schon einmal passiert, dass eine ihm bis dahin „fremden“ Person, im inneren seltsame Gefühle auslöst, Abneigung, Furcht, Erkennen, Wohlfühlen in dessen Gegenwart, oder andere logisch nicht erklärbare Gefühle.

Ich denke das eher unsere Gefühle den Blick in die Seele des anderen ermöglichen.

In der Seele findet das unbewusste Erkennen statt.

Hier werden alte Gefühle angesprochen…wieder erweckt, aufgerüttelt.

Nicht das sehen im üblichen Sinne, sondern das sehen mit den Gefühlen lässt uns alte Gefährten wieder erkennen.

Der Blick in die Augen tut sein übriges.

Es gibt auch Augen, in die wir nicht sehen wollen, oder können, da sie uns an uraltes erinnern was wir aber lieber dort lassen wollen, wo es schon sehr lange war, in der Vergangenheit.

Nun kennt aber unsere Seele ganz klar unseren Lebensplan und benutzt daher unsere anderen Sinne, die bei vielen schon sehr lange im Inneren verborgen schlummern, und auf ihre Erweckung warten, darauf, dass sie in unser Leben integriert werden.

Die Seele setzt diese Sinne wieder in Gang, eben um uns zu erinnern…weil eben dieser Mensch für unseren jetzigen Weg auf die eine oder andere Art wichtig ist…ich nenne dies den Seelenblick…das sehen ohne Augen…das intelligente sehen unserer Seele.

Und dieses intelligente Sehen führt uns immer auf den richtigen Weg… wir müssen nur darauf vertrauen.

© Erika Flickinger

Wellen der Sehnsucht

Und noch immer tragen mich deine Worte durch die Wellen der Sehnsucht…

meist in der Nacht noch, sobald ich die Augen schließe,

wispern deine Worte durch mein Sein, erschüttern was heilen will.

Bilder was hätte sein können wechseln mit denen des Moments …

erinnern mich daran wie still Du in meinem Leben erschienen bist…

und wie leise Du dich wieder rückwärts aus meinen Sein bewegt hast.

Nur deine leise Stimme und deine Worte hast Du zurück gelassen,

die in meinen stillen Momenten so vertraut in mir erklingen.

© Erika Flickinger