Der Weg der Kriegerin

Und wieder einmal geht Sie ihren Weg weiter,

und wieder einmal lässt Sie zurück,

was noch nicht Sein will oder nicht Sein kann.

Und wieder einmal legt Sie ihre Rüstung um,

schreitet voran nur mit Blick in die Zukunft.

Und wieder einmal geht Sie ihre Schritte

im Takt ihres Herzens einen um den anderen.

Und wieder einmal verlässt Sie Wege,

die Sie eine Weile als Zuhause fühlte …

Wege auf denen ihre Seele ihre Spuren hinterließ.

Sie weiß wenn Sie dem Weg des Herzens folgt,

zurücklässt was doch tief in ihr lebt und leuchtet,

wird manch einer Sie nicht verstehen … sich abwenden,

dies ist ihr gleichgültig … es ist ihr Weg …

nur Sie kann ihn verstehen … nur Sie ihn gehen.

Sie geht lieber auf einsamen Pfaden,

auf den Wegen der Intuition, der Liebe und Wahrheit,

doch mit sich selbst im Reinen und zufrieden,

als auf den Strassen der Angepassten und Jasager,

als auf den Pfaden der Heuchelei und Lügen.

Sie verlässt Plätze an denen ihre Liebe nicht gefordert ist,

und folgt dem Rhythmus ihrer Seele, ihrer inneren Navigation.

Und doch weiß Sie genau, dass jeder ihrer Schritte

im Herzen dessen den Sie liebt ihr Echo hinterlassen,

dass jeder Schritt den Sie geht in seine Spuren passt.

Und so folgt die Kriegerin des Herzens dem Ruf der Liebe,

vertrauend auf ihre Intuition, dass alles gut ist wie es jetzt ist,

dass die Wege zweier Herzenskrieger sich nie verlieren,

und ihre Spuren zur richtigen Zeit zu einer einzigen werden.

© Erika Flickinger

 

Fallen lassen

Einfach mal fallen lassen…

Du kannst es…

einfach mal Vertrauen…

Du kannst es…

einfach lieben lassen…

Du kannst es…

Einfach Du sein dürfen…

Du kannst es.

Du darfst dich voller Vertrauen

und Liebe einfach fallen lassen.

Denn egal was ist …

meine Seele

meine Liebe

mein Herz

mein ganzes Sein…

wird dich immer auffangen.

© Erika Flickinger

Ich bin

Ich will kein „ich könnte vielleicht“ sein,

das man ab und zu einmal beachtet.

Ich will kein „ich wollte schon … aber“ sein,

je nach Stimmung hin und her geschoben.

Ich will kein „ich möchte eigentlich“ sein,

dass doch ständig angezweifelt wird.

Ich will kein „ich träume von dir“ sein,

das nur in der Phantasie lebt.

Ich will ein „werden“ …  ein „wir sind“ …

im Hier und Jetzt … im wahren Leben sein.

© Erika Flickinger

Die Sehnsucht

Es war die Sehnsucht

die mich über deinen Weg führte…

nun es wieder die Sehnsucht

die mich weiter führt.

Sehnsucht nach Leben …

geliebt werden …

nach dem Glück das aus Augen strahlt,

die mich voller Liebe anschauen …

nach Wärme und Geborgenheit.

Der Sehnsucht nach Händen

die liebevoll nach mir greifen,

nicht nach solchen die geschlossen bleiben.

Der Sehnsucht sich fallen zu lassen

und sicher aufgefangen zu werden.

Jener Sehnsucht, die der meinen ein Zuhause gibt.

© Erika Flickinger

Die Linie

Diese feine Linie die man nie zu überschreiten wagte …

diese Linie die zwei Herzen wie Kontinente zusammenfügen …

oder sie unerwartet wie ein Erdbeben für immer trennen kann …

diese zarte zerbrechliche Linie zwischen einem Wir und einem Uns.

Diese feine Linie die so unerwartet im Nebel verschwand …

vielleicht erscheint sie ja eines Tages wieder auf unserem Weg.

© Erika Flickinger

Heilung

Du kannst niemanden einholen der vor seinen Gefühlen wegläuft,

beim hinterherlaufen wirst immer nur Du auf der Strecke bleiben.

Manch einer läuft vielleicht nur davon zu sehen wie viele ihm folgen.

 

Du kannst niemandem seinen Schmerz nehmen der sich darin wohlfühlt,

je mehr Du  ihm helfen willst umso mehr zieht er dich in seinen Schmerz.

Und manch einer will nur sehen wer ihm den Schmerz nehmen möchte.

 

Du kannst nur die Hand reichen, dein Herz öffnen, deine Liebe zeigen,

wer dich liebt wird den Wettlauf gegen die Gefühle aufgeben sich ihnen stellen…

wer dich liebt wird seinem Schmerz anschauen und mit dir voller Vertrauen teilen…

wer dich liebt wird auch deine Gefühle achten und deinen Schmerz erkennen.

Nur so kann Liebe gedeihen, nur so wird Heilung möglich … für beide.

© Erika Flickinger

Zeit die zerbricht…

Manchmal weiß Ich nicht mehr weiter…

wenn Ich nach vorne schaue …

sehe Ich wie die Zeit vor meinen Augen zerbricht…

in tausende klirrende Scherben zerfällt …

nach vorne zu gehen, dies ist nicht mein Weg … Nein!

Schaue Ich nach hinten sehe ich all das Verloren geklaubte …

wende Ich mich nach rechts stehen alle Erinnerungen vor mir …

drehe Ich mich links sehe ich den Fluss ungeweinter Tränen …

all dies sind nicht mehr meine Wege … Nein!

Also bleibe Ich stehen, schließe die Augen, schaue nach Innen …

dort liegt die Antwort ganz offen im Herzen geborgen …

ich kann nicht dahin weiter gehen wo mein Herz nicht willkommen ist …

zu mir gehört nur der Weg der Liebe und Sehnsucht …

der Weg nach Innen, ins Fühlen, in die Liebe, in ein Uns…

wo auch immer dies sein wird … dies ist mein Weg!

© Erika Flickinger