Die Rauhnächte

Es sind nun diese Tage die zu Nächten werden in denen man sich zurückzieht, Stille sucht und innere Einkehr zelebriert.

Es ist diese Zeit da sich das Jahr vor dem Ende verneigt, um das neue Jahr aus der Dunkelheit ins Licht zu gebären.

Es sind diese Tage die geheiligt sind und gewidmet auch jenen die dem eigenen Ursprung und den Vorfahren huldigen.

Es sind diese Tage die das Weibliche durch jede Sekunde tragen und das Licht besänftigen.

Es sind diese Tage und Nächte die uns unsere eigene Dunkelheit bewusst machen, Zeiten in denen wir unsere eigene Finsternis demütig dem lunaren Licht darreichen.

Es sind diese Tage, die uns in unseren Schatten das eigen warme Licht wiedererkennen und scheinen lassen.

Es ist die Magie welche die Nacht auch in den Tag trägt der freimütig der Nacht seine Zeit und seinen Raum schenkt.

Es ist die Magie die der Weiblichkeit huldigt und doch auch in dieser Weiblichkeit die männliche Kraft erahnen lässt.

Es ist der Zauber der im Männlichen die weiblichen Seiten erweckt und seiner Stärke erst die Kraft gibt.

Es ist die Zeit da der Verstand ruhen darf und die innere Wahrnehmung dich erfüllt und erfühlt werden möchte.

Es sind diese taghellen Nächte, die uns die starke Verbindung zu unseren Ahnen fühlen lassen und uns bewusst machen, dass ihre Kraft uns durch alle unsere Monde begleitet, und die uns Dankbar vor unseren Urvätern und Urmüttern verneigen lassen.

Es sind diese Tage, da wir das miteinander verschwimmen der Zeiten fühlen, ja leben.

Es sind die Tage und Nächte die uns Einblick gewähren in die Aufgaben unseres Lebens und doch sind es auch die Stunden die uns ganz sanft zu uns Selbst führen, und noch verschwommenes in den kommenden Monaten sichtbar werden lassen.

Es ist diese Zeit die uns die Tradition bewusst machen und uns zeigen wie wertvoll die alten Überlieferungen sind, sich aber von uns wünscht, sich dieser an jedem Tag zu erinnern.

Es ist die Zeit in der Jahr für Jahr unsere Seele verbunden mit den alten Werten neu aufersteht … denn es ist die Zeit der … Stille … Einkehr … Bewusstwerdung … Neugeburt … und der Verbindung mit dem Göttlichen in uns.

Es ist auch die Zeit in denen sich deine persönlichen Beschützer und Begleiter der nicht sichtbaren Welt, um dich versammeln und dir den Mut geben, deine Schatten zu beschauen.

Es ist eine Zeit da alles so diffus und verschwommen erscheint und doch so greifbar real ist.

Eine Zeit da der Zugang zu jener uralten Weisheit in dir so wunderbar offen ist.

Es sind diese wenigen Nächte die dir ein Stück uraltes Wissen mit in dein neues Jahr schicken … achte und ehre es … lasse dich von dieser weiblichen Kraft durch die neuen Monde begleiten.

Es ist die Zeit um in der Welt deiner eigenen Schatten zu wandern … die Weibliche und intuitive Seite in dir zu befreien, und ihre Weisheit dein Leben bereichern zu lassen.

Es ist eine Zeit die dich aus der bestehenden Zeitrechnung herausführen kann, in deine eigene Wahrnehmung vom Lauf der Augenblicke.

Es ist die Zeit indem innerhalb Mutter Erde das neue Leben zu keimen beginnt und sich auf seine Neugeburt ins Licht vorbereitet.

Es ist deine Zeit, in deinen Tiefen neue Samen keimen zu spüren, und ihnen das Wachstum in dir zu gewähren, um im Laufe der kommenden Monde zu einer reiche Ernte in deiner Seele zu gedeihen.

Und es sind diese Tage und Nächte, da uns bewusst wird wie wenig doch die Zeit existiert, Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen mit der Zukunft.

Es ist die Zeit in der Du deine Visionen in den Lauf des neuen Jahres  visualisieren, und mit deiner dir gegebenen Kraft manifestieren kannst.

Es ist diese magische Zeit, in der dir Ausblicke in deine Zukunft gewährt  werden, sofern Du es verstehst die dir gesandten Zeichen zu deuten.

Es sind die mystischen Rauhnächte, die dir zeigen was an Altem weg darf und was an Neuem als Keim in deiner Seele, in fruchtbaren Boden gelegt werden darf, um dort deine Keime sprießen zu lassen.

Und es sind die Rauhnächte die dir in dieser kurzen Zeitspanne dein wahres Ich zeigen, und dich wieder mit deinem Ursprung und deinen Ahnen verbinden wollen.

© Erika Flickinger

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