Eines Tages …vielleicht!

Eines Tages suchst Du mich vielleicht,

doch hast Du zu lange den Blickkontakt zu mir verloren,

als dass Du mich sehen könntest, wie ich nun bin.

Vielleicht siehst Du mich dann zwar,

doch erkennst Du nur dies in mir,

was ich einmal war und nicht mehr bin.

Ich habe mich gewandelt mit dem Schmerz,

dem Sehnen, dem Verlust und dem Heimweh nach dir.

Ich habe nicht aufgehört dich zu lieben,

wie könnte ich auch nicht mehr lieben,

was Teil meiner Selbst war, ist und immer sein wird,

doch wurde ich in dem Schmerz den Du mir schenktest,

neu geboren, neu erweckt, indem mein wahres Ich erwachte.

Ich habe den Blickkontakt zu mir wieder gefunden,

in all der Sehnsucht, den Kontakt zu mir selbst wieder geknüpft.

All dies was war, belebte meine Stärke und meine Kraft,

zu erkennen, was Du in mir zum Leben erwecktest …

den Mut dich gehen zu lassen, mich selbst zu finden,

neu zu werden und sagen zu können …

„Nein, Du wirst mich nicht mehr so erkennen wie ich war.“

Die Heilende, Schützende, Liebende bin ich noch immer,

noch immer der leuchtende strahlende Stern,

der auch am Tage, sein Licht in das Herz des Geliebten senkt,

doch  bin ich mir auch bewusst, dass nur zu mir gehört,

was mich als das erkennt und erfühlt,

was ich sein soll und ich durch dich auch wurde.

Ja, eines Tages suchst Du mich vielleicht,

dann wirst Du mich nur mit geschlossenen Augen,

fühlend, in deinem eigenen Wandel wiederfinden können.

© Erika Flickinger

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