Kein Verständnis mehr …

Ich habe kein Verständnis mehr für Menschen,

die immer nur kurz in meinem Leben vorbeischauen,

wenn es ihnen schlecht geht und sie

Zuwendung und Mitgefühl suchen,

ohne einmal zu fragen, wie es mir all die Zeit erging,

in der ich für sie, nicht zu ihrem Sein gehörte.

Menschen, die wenn sie das gewünschte Maß

an Aufmerksamkeit und Mitgefühl bekamen,

sich zufrieden umdrehen und gehen,

und wieder lange Zeit im Schweigen versinken.

Ich habe keine Geduld mehr, für jene,

die wenn sie glücklich sind, kein Wort für mich haben,

um nur einmal zu fragen ob bei mir alles rundläuft,

ob auch ich einmal ein offenes Ohr brauche,

doch, wenn sie einsam sind, sich an mich erinnern

um sich nach langen Schweigen und Nichtbeachten,

wieder darauf zu besinnen, dass es mich noch gibt.

Ich habe keinen Raum mehr für egoistische Ansagen,

Worte in denen nur „Ich“ und Selbstmitleid zu fühlen ist.

Ich nehme mir das Recht,

zu solchen Menschen auf Abstand zu gehen,

denn ich bin mir wertvoll genug, Nein zu sagen,

wenn ich immer nur geben und nie empfangen darf.

Ich liebe mich selbst genug um darauf zu achten,

meine Energien und Gefühle nicht zu verausgaben,

an Seelen, für die Freundschaft, gegenseitige Achtung,

Fürsorge für andere und Liebe falsch verstandene Worte sind.

Freundschaft und Liebe beinhaltet auch ein gewisses Maß an

Ausgewogenheit und Aufmerksamkeit für den anderen.

Ich mache mir selbst das Geschenk, andere,

die meine Gefühle für sie nicht zu schätzen wissen,

und mich nur als Tankstelle für einseitige Energiezufuhr nutzen,

in der Vergangenheit, bei sich selbst, zurückzulassen.

Ich habe keine Kraft mehr zu verschenken, an Menschen,

die nur sich selbst und ihre „Schwierigkeiten“ sehen,

ohne dabei zu erkennen, dass viele Ursachen in ihnen selbst liegen,

und dass diese auch aus ihrem Mangel an Empathie entstehen.

Ich bin nicht egoistisch, wenn ich mich von denen distanziere,

die mich nur benutzen, damit es ihnen eine Weile besser geht.

Ich achte meinen Selbstwert und hege ihn wie eine zarte Pflanze,

die ich nicht einfach niedertrampeln lasse, von Menschen,

die den Weg der Liebe für sich nicht zu finden vermögen.

Denn ich bevorzuge die Wege der Liebe, der gegenseitigen Achtung,

Verständnis und Empathie für andere und für mich selbst.

Denn Achtung und Verständnis für andere, beginnt dort wo man

Selbstachtung und Verständnis für seine eigenen Gefühle und Energien übt.

© Erika Flickinger

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