Ich sehe Dich

Wenn ich dich anschaue, sehe ich Dich,

so wie Du hinter deinen vielfältigen Masken bist.

Denn wenn mein Blick auf dir ruht,

erkenne ich mit den Augen der Liebe,

hinter deiner Fassade, dein Wahres ich,

fühle, dass hinter deiner Traurigkeit

so viel wundervolles Leben steckt,

das gelebt und gefühlt werden möchte.

Ich konnte sehen, dass Du auf der Suche,

nach dem Moment des Ankommens,

viele falsche Wege gingst,

und Verletzungen hinterlassen hast,

die schwer zu heilen sind,

wohl im Unbewussten hoffend,

dass die Wunden die Du anderen schlägst,

deine Narben verblassen könnten.

Ich erkannte, dass deine Unfähigkeit,

Wunden zu erkennen, die Du anderen zufügtest,

durch deine Ängste verborgen wurde.

Und ich durfte deutlich sehen,

dass deine Irrwege durch andere Herzen,

der Furcht entsprangen, gefühlt „Anzukommen“,

um dann doch wieder verlassen zu werden.

Und ich fühle tief in mir,

dass Du die wahre Liebe suchst,

doch vermeidest ihr zu begegnen,

weil Du die Stille die dir wahre Liebe schenkt,

nicht mit den lauten Stimmen,

deiner Erfahrungen vereinbaren kannst.

Und während ich dein Wahres Ich sehe,

erwacht diese tiefe Gewissheit in mir,

dass Du all diese Irrwege brauchst,

um dich selbst in deinem Labyrinth zu finden,

bevor die wahre Liebe bei dir „ankommen“ kann.

© Erika Flickinger

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