Selbstliebe und Egolosigkeit

Ich muss mich hier mal outen … Ich bin anscheinend nicht egoistisch genug,

zuerst einmal mich selbst zu lieben, und zwar nur mich selbst,

damit ich fähig bin, Liebe zu empfangen!

So wird es doch so gerne gepredigt.

Die viele Liebe, die ich nach außen gebe,

an die Natur, an Tiere, die Sonne,das Universum,

das frei fühlen außerhalb von mir und meinem engen Ego,

an meine Hobbys und Interessen, und ganz besonders,

an die Menschen die ich liebe und das Leben an sich schenke,

all diese Liebe zählt ja nicht, weil ich sie nicht mir selbst gebe.

Und auch wenn ich diese Liebe ohne jegliche Erwartung gebe,

ist meine Art zu lieben, wenn man dem Mainstream glaubt, wohl absolut falsch.

Ich bin wohl zu verbohrt und dickköpfig,

und leide unter einer irrationalen Wahrnehmung der Liebe.

Jedoch, lieber meine Art des Lebens und der Wahrnehmung,

als mich in Richtung egoistisches Wesen zu entwickeln.

Lieber all die Schönheit um mich herum erkennen,

als verzweifelt etwas in mir selbst zu suchen,

dass nicht gefunden werden kann. Denn für mich ist und bleibt es so,

dass ich all die Liebe, die ich offenen Herzens gebe,

auf vielfältige und oft originelle Weise zurückbekomme.

Nämlich meistens in solchen Momenten,

in denen mir nicht bewusst ist, wie sehr ich gerade liebe,

in den Augenblicken, in denen mir die Natur all ihre Pracht offenbart,

und mein Ego hinter all meiner Bewunderung dieser Schönheit zurücktritt,

zu den Augenblicken, in denen ich mich total von mir abwende,

um meine Gefühle dahinzugeben, wovon mein Herz gerade berührt wird.

In den Augenblicken also, in denen ich überhaupt nicht nach geliebtwerden frage,

sondern einfach nur ohne zu hinterfragen gerade lieben will!

Dies sind die Momente, in denen ich mir nicht wichtig bin,

sondern nur das Fühlen dessen, was mich so sehr berührt …

dies sind die Augenblicke, in denen die Liebe mein Leben überschwemmt.

Und ich bin mir sicher, wäre ich auf dieser egoistischen Suche nach der Selbstliebe,

würde ich die wahre Liebe zu allem, was ist, und somit auch zu mir,

nicht in diesem Ausmaß fühlen können, wie ich es im Zustand der Egolosigkeit kann.

© Erika Flickinger

 

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2 Gedanken zu „Selbstliebe und Egolosigkeit

  1. Uff, da ist einiges aber ganz arg durcheinander geraten. Das mit der egolosigkeit würde ich nochmal ganz genau über prüfen, denn wenn das ego Stück für Stück zurücktritt, um eben so Stück für Stück dem Wahren Selbst Platz zu geben, dann geht es gar nicht anders, als deiner wahren göttlichen Essenz, die da eben wieder freigelegt mit ebenso großer Wertschätzung & liebe zu begegnen, wie den Tieren, dem Wald, dem Wind und allem, was IST, da Gott in allem wohnt, was da ist, weswegen wir auch im endeffekt mit allem eins und verbunden sind, weil GOTT das eine ist, das in ALLEM ist. Wie kann es also dann, wenn das Ego nicht oder kaum noch vorhanden ist sein, dass es egoistisch ist, auch sich selbst, also das wahre und reine sein deines Wesens zu lieben? Stay blessed.

    • Uff Johanna … da wurde wohl einiges falsch verstanden an meinem Text. Zu behaupten, bei meiner Aussage sei einiges durcheinandergeraten, setzt ja schon ein wenig Ego voraus … nämlich das Ego, es besser zu wissen, als ein anderer
      Schau … Du beginnst deinen Kommentar hier an mich schon mit einer Feststellung was bei mir durcheinandergeraten ist, um mich dann dazu aufzufordern, das mit der Egolosigkeit nochmal genauer zu überprüfen, um mir dann zu erklären, wie Egolosigkeit ist und sich äußert. Du predigst mir also Wasser und trinkst zeitgleich Wein, weil Du „meine“ Wahrheit als durcheinandergeraten bezeichnest und mir gleich „deine“ Wahrheit erklärst
      Wäre es bei einem Ego, dass schon weit zurückgetreten ist, nicht eher so, dass es die Meinungen anderer stehen lassen kann- oder zumindest neben der eigenen Meinung stehen lassen zu können- ohne sich so auszudrücken, als hätte man selbst die ultimative Wahrheit im Besitz?
      Das ich persönlich der Meinung bin, dass alles Eins ist, kann man sehr gut aus einigen meiner Texte herauslesen, sofern man diese kennt, was nicht bedeuten muss, dass ich mich deshalb soweit zurückstellen muss, dass ich mich selbst nicht mehr kenne.
      Kann es sein, dass Du meinen Text falsch verstanden hast?
      Ich schreibe davon, dass man einem heutzutage eine Art der Selbstliebe abfordert, die nicht jeder geben kann oder will … und auch nicht muss und die auch nicht für jeden seelisch gesund ist.
      Ich schreibe nirgendwo, dass ich mich nicht selbst liebe … sondern versuche auszudrücken, dass man sich sehr wohl selbst lieben kann, darf und soll, ohne dabei jedoch seine Umwelt zu vergessen
      Ich zweifle auch nirgendwo an, dass es eine höhere Instanz gibt, die jeder nennen darf, wie er es empfindet.
      Liebe Johanna, in meinem Text geht es nicht um Gott und den Glauben an ihn, sondern um die lieben Mitmenschen, die ach so „Egolos“ fordern, dass ich mein Ego Stück um Stück zurückstellen soll/muss.
      Man fordert dich auf, hierhin zu schauen, darauf zu achten, dies zu untersuchen und jenes anzulegen. Darum geht es in meinem Text, dass andere glauben, mir sagen zu müssen, wie ich mit meinem Ego umzugehen habe, und mir dies als Wahrheit präsentieren, ohne darauf zu achten, dass jeder Mensch anders ist und anders fühlt. Und würde man all diese Ratschläge befolgen, wäre man nur noch mit sich selbst beschäftigt und würde die Welt um sich herum nach und nach ausblenden, da man auf einer egoistischen Suche danach ist, sein Ego abzulegen und dabei egoistischer Weise, weil nur mit sich selbst beschäftigt, alles andere um sich herum übersieht.
      Meines Erachtens bedeutet Selbstliebe vor allen Dingen auch, dies zu tun, was mir guttut, und das durchzusetzen, was mir guttut und mir bei meinem geistigen Wachstum hilft. Keineswegs bedeutet Selbstliebe für mich, dass ich mich an die Vorgaben anderer halten muss. Was wiederum nicht bedeutet, dass ich mir der göttlichen Anteile in mir nicht bewusst wäre. Jeder darf so an Gott glauben, wie er es mag. Und ich denke, Gott, oder wie auch immer man nennen mag, an was man glaubt, hat sich etwas dabei gedacht, dass jeder so ist, wie er eben ist und nicht so, wie jeder ist, oder ein anderer Mensch denkt, dass er sein sollte. Ich muss die göttlichen Aspekte in meinen Texten nicht explizit erwähnen, um dem Ego anderer zu bestätigen, dass ich deren Präsenz anerkenne.
      Dies sollen meine Zeilen ausdrücken.
      Und was genau liebe Johanna ist das Wahre Selbst? Ist es nicht auch ICH, oder zumindest ein großer Teil meines ICH … ergo mein EGO?
      Und wer Johanna bestimmt, was ich liebe, inwiefern und inwieweit ich das liebe und inwieweit ich mich selbst lieben soll, außer ICH selbst?
      Ich vermute, wir haben etwas verschiedene Auffassung von dem Wort Ego.
      Ist es denn nicht gerade auch ein Teil Egoismus, an seinem Wahrheit festzuhalten und sie zeitgleich für jeden als Wahrheit zu verkünden?
      Ein gesundes Ego kann, wie ich schon erwähnte, meines Erachtens, die Ansichten anderer Menschen sehr wohl neben der eigenen Meinung bestehen lassen.
      Da wo das Ego nur offensichtlich zurückgetreten ist, das verteilt man die eigenen Ansichten als Wahrheit für jeden und unterstellt dem anderen, es nicht wirklich zu wissen.
      Dahingehen ist dein Kommentar hier ein Beispiel, über das man nachdenken kann, um zu seiner eigenen Wahrheit zu finden. Liebe Grüße Erika

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