Manchmal …

Manchmal ist Sie es leid,

die Worte, die Ihr durch den Geist tanzen,

in die Außenwelt zu übergeben.

Nicht weil Sie müde des Sprechens ist …

Nein, weil Sie es leid ist,

dass ein jeder sich Ihre Worte zurechtbiegt,

wie es in seine Vorstellungen passt.

Weil Sie müde ist, für andere zu schreiben,

die nicht verstehen wollen,

was Sie dabei so tief bewegte,

und welche Gefühle Sie teilen möchte.

Manchmal da mag Sie es nicht mehr,

die Sätze die Ihren Geist besuchen,

der Öffentlichkeit preiszugeben …

Nicht weil Sie überheblich ist …

Nein, weil es Sie schmerzt, zu sehen,

was andere aus Ihren Worten machen …

wie sie diese wie selbstverständlich ausleihen,

um sie zu verformen und verbiegen,

bis zur Unkenntlichkeit zu analysieren,

und nach ihren Befindlichkeiten

neu zusammenzusetzen,

und somit Ihrer Seelen-Botschaft

fremde Stempel aufzudrücken …

Sie ist es leid,

Fauldenkern eine Steilvorlage zu liefern,

weil diese meinen,

Sie hätte nur für sie geschrieben,

und das Recht mitgeliefert,

Ihre Worte zu entfremden.

Egal wie sachte Sie den Worten eine schriftliche Form gibt,

ein jeder versteht und nutzt sie, wie er sie erkennen will.

Und doch, werden Ihre Worte nur von jenen entfremdet,

die unfähig sind, Stille in Ihrem Geist zu finden ….

um eigenen Gefühlen über eigene Wortschöpfungen

die Geburt in ein authentisches Leben zu schenken.

Und doch wird Sie immer weiterschreiben,

weil Sie weiß, dass Ihre Worte die Fahne sind,

die Sie vor sich herträgt, die Rauchzeichen,

welche die Leute Ihres Stammes erkennen,

und zu Ihr führen werden.

Denn jedes gefühlte Wort,

welches Sie aus Ihrem Herzen schreibt,

und dass Sie so liebevoll in Form bringt,

trägt so viel mehr Liebe und Erkennen in sich,

als jedes Verfremden und verbiegen zerstören könnte.

© Erika Flickinger

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