Wahrheiten …

Es gibt so viele Wahrheiten, wie es Menschen gibt.

Jeder hat die Möglichkeit, seine Wahrheit zu leben,

ohne darauf zu schauen, welche sein Gegenüber lebt.

Jeder, der dir „seine“ Wahrheit als alleingültige aufdrängen will,

ist von der Wahrheit des Lebens unsagbar weit entfernt.

Jeder, welcher der Wahrheit eines anderen widerspricht,

zeigt damit nur, dass er seinen eigenen Weg noch sucht.

Jener, der auf seinen Wegen der eigenen Erkenntnisse wandelt,

stärkt den anderen mit Freude darin,

seine eigenen Pfade zu finden und zu begehen.

Jener, der in seiner Wahrheit ruht, zwingt den anderen nicht

seine Erkenntnisse als allgemeingültig anzunehmen,

sondern stärkt und unterstützt die Route des anderen.

Und Jener, der seine eigene Wahrheit lebt,

wird nur milde lächelnd beständig weiterwandern,

wenn ein anderer diese als Irrweg bezeichnen möchte.

© Erika Flickinger

Das Leben …

Sich selbst zu leben, wie man wirklich ist,

bedeutet nicht, dass sich das Leben

dann an uns anpasst, und uns alles zufliegen lässt,

sondern, dass wir das uns geschenkte Potential

erkennen und in vollem Umfang leben lernen,

und somit die Wege finden, die uns in unserer ureigenen

Veranlagung glücklich machen.

Somit passt sich das Leben nicht an uns an,

sondern wir erkennen „unser“ wahres Leben.

Uns selbst zu lieben bedeutet auch nicht,

dass die Liebe anderer dann automatisch zu uns kommt,

sondern schlicht und einfach, dass wir indem wir,

uns selbst nehmen wie wir sind,

nicht mehr angewiesen sind,

von anderen angenommen und geliebt zu werden,

wie diese uns sehen wollen und wie wir nicht sind.

Sondern das Leben offenbart uns dann ehrlich,

wer uns so liebt, wie wir selbst sein wollen,

und nicht den welchen wir vorgeben zu sein.

Das Leben bevorzugt niemanden, hat keine Lieblinge,

es ergänzt uns nur all dies mit seinen Wahrheiten,

was wir ihm von uns und unserem Echt -Sein zeigen.

© Erika Flickinger

Die Ketten der Ahnen

Wie lange schon liegst Du in den Ketten der Ahnen?

Wie lange schon kämpfst Du um eine Stärke,

die nicht zu dir passt?

Sag Mann,

wie lange schon lebst Du das Leben derer,

die vor dir waren, und unter der Stärke zerbrachen?

Wieso glaubst Du, dass die Linie der Ahnen vorgibt,

wie ein Mann sein und leben muss?

Sag Mann …

hast Du nicht manchmal das Gefühl,

nicht „Dein Leben“ zu atmen?

Fühlst Du nicht immer öfter,

wie die fremden Anforderungen,

dein Dasein bestimmen und lenken wollen?

Und hörst Du nicht schon immer im Geiste,

„Ein Mann zeigt keine Schwäche“?

Und ist es nicht genau dies, was dich in Fesseln legt?

Es ist Zeit, die Ketten der Ahnen abzulegen,

dich zu befreien, von den Forderungen,

die auch Generationen zuvor schon niederdrückten,

prägten und zum „Mann“ formen wollten.

Zu einem Wesen, das seine eigene Seele beschränkte,

Ihr die Luft zum Atmen nahm.

Es ist an der Zeit zu erwachen,

zu dem Mann, der so tief in dir vergraben ist …

die Gefühle zu befreien,

welche tief in dir verdrängt ihr Dasein fristen …

durchzuatmen, die Ketten zu brechen …

und zu sein, was immer Du zu sein wünschst.

Es ist an der Zeit, deine Ahnen zu befreien,

indem Du dein Fühlen und deine Seele befreist,

um die Wege deines Herzens zu beschreiten.

© Erika Flickinger

Ketten

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Der Berg

Ein Krieger des Herzens fließt mit dem Leben …

er lässt sich in seinem Dasein führen …

und er weiß, es geht nicht immer gemütlich voran …

es gibt …

Umwege …

Hindernisse …

Kreuzungen …

Irrwege,

es geht mal gemütlich bergab,

aber auch hin und wieder bergauf.

Steht  er vor einem Berg

so verzweifelt er nicht,

sondern setzt einen Schritt um den anderen,

und geht einfach los …

langsam …

fühlend …

aufmerksam …

achtsam.

Er steht nicht vor dem Berg

und verzweifelt an dessen Höhe,

denn er weiß, wenn er vertrauensvoll losgeht,

wird er beim Anstieg selbst zum Berg.

Er verzweifelt nicht vor dem steilen Aufstieg,

sondern fiebert der grandiosen Aussicht entgegen.

© Erika Flickinger

(Aus „Die Krieger der Herzen“)

Ein JA zu mir

Sie ist mutig genug, zu Ihren Gefühlen zu stehen …

ist genügend Ich um sich in einem Herzen zu verlieren …

ehrlich genug lieber alleine als bei dem Falschen zu sein …

stark genug um in den richtigen Armen schwach zu sein …

offen genug die Liebe fließen zu lassen und zu empfangen …

Doch ist Sie auch so stark NEIN zu dir zu sagen,

wenn es ein deutliches JA zu Ihr selbst ist.

Stark genug zu sagen NEIN …

es tut mir nicht gut, wie Du dich zu mir verhältst…

Ich habe genug von deinem verletzenden Verhalten …

Eine Kriegerin des Herzens ist in sich selbst gefestigt genug,

zu sagen so „Dein Handeln verletzt mich … bitte gehe!“

© Erika Flickinger

(Aus „Die Krieger der Herzen“)

 

Vom Freund zum Fremden

Es sind die Menschen,

die dir am tiefsten gehen,

die von Gefühlen und Freundschaft sprechen,

die deine Gefühle auf den Kopf stellen,

und doch nur sich selbst sehen.

Es sind die Menschen,

in denen Du dich verlierst,

und während Du dich in ihnen suchst,

wenden sie sich ab.

Es sind die Menschen,

die von Liebe, Freundschaft und Gefühlen sprechen,

welche dir am schmerzvollsten zeigen,

wie schnell man vom Freund zum Fremden wird.

© Erika Flickinger

Das Leben …

Das Leben eines jeden

läuft nur vom Ersten,

bis zum letzten Atemzug.

Dazwischen gilt es,

deine Farben ins Leben zu malen,

deine Melodien zu komponieren,

und deine Seele strahlen zu lassen.

Nichts Anderes nimmst Du einmal mit,

als die Farben und die Melodien dessen,

was Du gefühlt, gelebt und geliebt hast.

© Erika Flickinger