Die Gebärende

In mir brennt das Feuer einer uralten Zeit.

In mir, der weiblichen Lebenskraft,

lebt Liebe seit Beginn der Zeit.

Ich bin Gebärende und Nehmende,

bin Schwäche und doch die Kraft,

die den Mann zu seiner Bestimmung führt,

indem Ich in mir die Ahnen der Zukunft empfange.

In mir entsteht das Leben und der Tod,

denn so, wie ich neues Leben gebäre,

gebe ich dem Tod seinen Weg vor.

Was durch mich das Licht der Welt erblickt,

wird von Mutter Erde wiederaufgenommen,

und zur Neugeburt in ein neues Licht geführt.

Meine Kraft ist das Gebären und Geben in Liebe,

die Kraft die einen Mann am meisten ängstigt.

Und doch harmoniere ich mit der Kraft des Mannes,

mehr als mit jeder anderen,

denn auch Er trägt ein Feuer in sich,

die Urflamme des Leben Gebens.

Was er mir gibt, gebiert sich durch meinen Schoss.

Ohne die göttliche Energie des Zeugens,

wird auch mir die Kraft der Geburt genommen.

Die Göttin kann Ihre Geschenke des Lebens,

nur durch die Gabe ihres Gottes in die Welt gebären.

© Erika Flickinger

(Aus „Die Magie der erwachten Frau“)

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