Erwachen auf Augenhöhe

 

Weißt Du …

viele sprechen von der Transformation der Frau.

Von ihrer Erneuerung oder ihrem Erwachen.

Von deren Ahninnen und Ihrer Wiedergeburt,

von dem uralten Wissen welches erwacht und dem,

was wieder in Ihr erweckt werden will.

Weißt Du …

so viele erkennen, dass die Frau nicht anerkannt wurde,

dass sie ein Leben führte unter dem Regime des Mannes.

Und doch lebte er nur, was man ihm vorlebte,

was von unseren Vorfahrinnen angenommen und gelebt wurde.

Er lebte eine Rolle, genau wie Du Frau!

Aber sag mir …

was ist heute mit dem Mann?

Trägt nicht auch er das Erbe seiner Ahnen?

Sucht nicht auch er nach der Erneuerung all dessen,

was überholt ist und todgelebt wurde?

Sag mir …

sollte Mann und Frau sich nicht parallel erneuern,

und in eine neue Rolle finden,

eine die in das Heute passt,

ohne das Gestern zu verdrängen?

Erzähle mir bitte …

was ist dies für eine Strömung,

welche nur Frauen sieht und deren Vergangenheit,

den Mann verurteilt zum Unterdrücker?

Trägt nicht auch der Mann an der Last dessen,

was er Jahrtausende leben musste?

Und ist nicht auch er müde all dessen,

was die Vergangenheit ihm aufgelastet hat?

Und sag mir …

sollte nicht das Erwachen der Frau,

mit dem Erwachen des Mannes Hand in Hand gehen,

denn nur so können Fronten vermieden werden,

die wieder verhärten und falsche Bilder zeigen.

Soll Frau nun die Rolle des Mannes leben,

indem Sie nur sich selbst findet …

indem sie sich mit „Schwestern“ verbündet,

und ihn nun in die Rolle unter sich drängt?

Weißt Du, dies kann nicht das Ergebnis dessen sein,

wofür unsere Vorfahrinnen über unzählige Leben ankämpften.

Ich meine,

dann hat Frau von ihren Ahninnen nichts gelernt,

dann haben ihre Ur-Ur-Ur-Großmütter umsonst eine Rolle gelebt,

die ihrer nach heutiger Sicht nicht würdig war.

Heute schaffen sich Frauen heilige Räume,

in welche nur Frauen als Schwestern geladen werden.

Merkt ihr nicht, wie ihr die Rollen von Jahrtausenden umkehrt,

wie ihr ausgrenzt und euch „höhere“ Positionen erschafft,

den Mann dabei in den Hintergrund drängend herabwürdigt?

Ich glaube, diese Frauen haben nicht erkannt,

wofür unsere Ahninnen kämpften und weinten …

sie folgen nicht dem Licht des Herzens,

wie es unsere Großmütter im Geiste wünschen würden,

indem Sie abgrenzen, sortieren und sich über den Mann erheben.

Sie haben nicht erkannt, dass einzig ein Erwachen auf Augenhöhe,

dies ist, was unsere Ahninnen sich ersehnen,

und nur die Art des gemeinsamen Erwachens dies ist,

was die Jahrtausende alten Seelen unserer Ahninnen, heilen kann.

Weißt Du Frau, ich wünsche dir diese eine Erkenntnis …

auch der Mann hört das jahrtausendealte Flüstern seiner Seele,

und auch er sehnt sich nach Heilung der Pole zwischen ihm und Dir.

Und ich bin sicher, der Mann von heute wünscht sich,

dass er gemeinsam und liebevoll, auf Augenhöhe mit dir,

in einer neuen Zeit des Lebens und Liebens erwachen darf.

© Erika Flickinger

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Wunden und Narben

Sie trägt so viel Liebe in sich … so unendlich viel.

In Ihr lebt, die wundervolle Fähigkeit,

zu verzeihen, jedoch wird Sie nie vergessen,

wer Ihre Wunden aufriss oder Ihr Neue zufügte.

Jede, Ihrer Narben leuchtet in einer ihr eigenen Farbe,

und so trägt jede Verletzung auch einen Namen,

der unvergessen tief in Ihre Seele gezeichnet ist.

Ja, Sie trägt ein unendliches Potential an Liebe in sich,

und ist doch geerdet genug, um nie zu verdrängen,

wessen Namen über jeder, dieser Spuren schimmert.

Ja, Sie ist hier, um zu lieben, jedoch nicht,

um die Rolle einer Märtyrerin zu leben.

Die Herz-Kriegerin lebt mit und in Ihren Gefühlen,

und hat doch die Kraft, zu unterscheiden,

welche Verletzungen Ihr Heilung bringen,

und welche die Landschaft Ihrer buntgefärbten Narben,

um eine neue Farbe erweitern möchte.

Sie zeichnet sich das Bild Ihres Lebens selbst,

und nicht der Stift derjenigen, die Liebe als Waffe sehen,

oder Ihre Gefühle als Schwert gegen Sie selbst führen.

Sie liebt, aber Sie duldet nicht,

Sie achtet die Gefühle der anderen,

jedoch ist Ihr auch Ihr eigenes Empfinden heilig.

Und ja, Sie liebt auch sich selbst,

und doch lebt in Ihr die Weisheit zuerkennen,

dass all die Risse auf Ihrer Seele,

auch die Liebe anderer brauchen, um heilen zu können.

Sie weiß, manche Narbe möchte wieder aufgerissen werden,

weil nur ein erneuter Schmerz, den alten lindern kann.

Und doch möchte auch manche Wunde ihre Farbe weitertragen,

und in der Nuance dessen leuchten, der Sie erschaffen hat.

Einige Ihrer Wunden jedoch, kann nur Sie selbst umarmen,

und annehmen als dies, was sie sind,

viele bunte Farbentupfer, einst gemalt voller Hingabe,

auf dem stetig wachsenden Gemälde Ihres Lebens,

zart gezeichnet mit all der Liebe, die in Ihr lebt.

Weißt Du, Sie muss sich nicht permanent,

neuem Schmerz ergeben, um den alten überdecken zu können.

Denn nicht jeder Schmerz will Heilung durch Sie erfahren,

sondern möchte als Verbündeter der Zeit,

auf Ihrer Lebensreise als Weisheit in Ihr erwachen.

Nicht jede Verletzung kann oder will geheilt werden,

Nicht jede Narbe möchte von Ihr neu aufgebrochen werden,

und nicht jede Wunde will von Ihr erforscht werden …

denn Sie weiß, dies alles war es, was Sie wachsen ließ.

Jede Enttäuschung und jede Abweisung,

brachte Sie auf den Weg zu sich selbst.

Jeder, der Sie angriff, lies Ihre Stärke wachsen,

und ein jeder, der mit Ihren Gefühlen spielte,

stellte sich damit selbst in die Vergangenheit Ihres Lebens.

Wieso also sollte Sie die größten und weisesten Lehrmeister,

Ihres Lebens neu aufbrechen oder heilen wollen?

Sie waren es doch, welche Sie zu Ihrer Heilung führten,

welche Ihr den Mut und die Kraft gaben, zu erkennen,

was für Ihr eigenes Leben dauerhaft von Bedeutung ist.

Denn jede Verletzung wird mit Hilfe der Zeit,

eine leuchtende Farbe voller Erfahrung und Erkenntnis.

Und jede Narbe, erweitert die bunten Farbpalette,

auf der Landschaft Ihrer Seele zu einem bunten Bild Ihres Selbst.

Sie trägt so viel Liebe und Licht in sich, geboren dadurch,

dass andere in den buntesten Farben Ihren Namen,

dauerhaft als Narbe in Ihre Seele zeichneten.

© Erika Flickingertumblr_ndih1iGO651tel1hyo1_540

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Keine Verspechen

Versprich mir Nichts …

denn Versprechen werden geboren,

um gebrochen zu werden.

Gib mir Sicherheit,

indem Du nichts beschwörst

was Du vielleicht nicht halten kannst.

Halte mich,

indem Du alles offenlässt,

was das Leben uns schenken möchte …

und alles annimmst, was gerade in uns erwacht.

Halte mich ohne klammern,

indem Du nicht den Schmerz

in unsere Zukunft zeichnest …

denn ungelöste Gelübde

in die Seele tätowieren.

Liebe mich …

indem Du genießt, was ist,

ohne zu forcieren was sein könnte.

Erkenne, dass Schwüre,

der Liebe den Atem nehmen,

und sie in ein Gefängnis sperren,

welches bewacht wird von Wünschen.

Fange mich auf …

In einem Raum, der frei ist

von Versprechen,

die geboren wurden,

um gebrochen zu werden.

Umarme mich mit einer Liebe,

die frei von Zusagen atmen darf …

damit erblühen kann,

was sich wortlos und sachte

in unsere Herzen gefühlt hat.

© Erika Flickinger

 

 

 

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Wie gehe ich damit um, wenn einer oder beide in einer Beziehung sind?

Manchmal muss man erst durch andere Beziehungen durchgehen, um bestimmte Charaktereigenschaften zu entwickeln oder um zu lernen, was man sich selbst der Liebe wegen zumuten würde.

Oder man soll erkennen, wie man selbst liebt und inwieweit man selbst Liebe annehmen kann.

Auch die Liebe zu sich selbst kann manchmal erst in anderen Beziehungen erwachen, weil man gerade mit dem aktuellen Partner, die Möglichkeit hat, gewisse Eigenschaften an sich selbst zu erkennen und diese je nach Art, ausbaut oder auflöst.

In mancher Beziehung lernt man, was man bereit ist, sich alles Bieten zu lassen oder was man bereit ist zu tun, um nicht alleine zu sein.

Das Alleine sein Können ist oftmals ein großes Thema. Hier darf man lernen, wie weit man bereit wäre, seine Selbstachtung und Liebe zu sich selbst aufzugeben, nur um nicht alleine leben zu müssen.

Es klingt paradox, aber in vielen Partnerschaften lernst Du erst, dass Alleine sein, oder erkennst nun erst, dass Du vielleicht einmal eine Weile alleine leben möchtest.

Aber wie ich schon so oft geschrieben habe, in jeder Beziehung, hat man auch gemeinsame Aufgaben und/oder Lektionen mit dem aktuellen Partner. Gemeinsame karmische Erinnerungen und Wunden.

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Unendliche Weiten

Sie ist fasziniert von der unendlichen Weite,

die nun vor Ihr lag,

nachdem Sie alles ablegte,

was Sie jahrelang mit sich schleppte.

Eine neue Zukunft tat sich vor Ihr auf,

Wo Sie auch hinsah, alles offen,

voller Möglichkeiten und Chancen,

um in der Leere, die sich vor Ihr auftat,

einfach nur sich selbst zu finden.

© Erika Flickinger

(Aus „Die Krieger der Herzen – Die Herz-Kriegerin“)

© Erika Flickinger

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Unendlich tief

Ich liebte Dich …

unendlich tief.

Mein Ich

schmiegte sich

an dich …

bis ich

im Herzen fühlte,

dass Dein Ich

das meine

nicht berühren

wollte.

Der tiefe Fall …

als meine

Umarmung

Dich losließ,

war unendlich tief …

und doch fand ich

im freien Flug,

das Geheimnis

der Liebe wieder,

dass ich

um Dich zu lieben,

nur meiner

eigenen Liebe

zu Dir bedarf.

Nichts Anderes

ist der Liebe heiliger,

als zu lieben

um der Liebe willen.

© Erika Flickinger

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Unendliche Erinnerung

Manchmal lebt die Liebe

in Momenten,

die es noch nicht gibt.

Manchmal füllen Gefühle

all die Augenblicke aus,

die einst voller Leben waren,

und mit einem glücklichen

Atemzug vergingen.

Und manchmal

treffen die Momente

auf eine Zeit,

deren Sekundentakt

kein Echo findet,

weil sie einst in einer Zeit,

fern von dem was dich umgibt,

lächelnd ihr Leben aushauchten,

um als unendliche Erinnerung

wiedergeboren zu werden.

© Erika Flickinger

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Zwischen dem Leuchten der Sterne

In Ihr lebt die Frage,

ob er die gleiche Stille spürt wie Sie,

ob er Sie fühlt,

wenn Ihre Gedanken Ihn besuchen.

Sie fühlt hinein,

zwischen das Leuchten der Sterne,

ob auch er, in der Ruhe der Nacht,

Ihren Wegen nachfühlt,

und ob er so wie Sie,

dem Leben vertrauensvoll offenlässt,

wo und wann sich ihre Wege kreuzen werden.

Und zu all dem Sehnen nach Ihm,

gesellt sich Ihr die Antwort, dass,

egal, auf welchen Wegen sie gerade gehen,

die Sehnsucht, die in den Nächten lebt,

sich als stiller Begleiter am Tage,

auf ihren Wegen zu ihnen gesellt,

sie an der Hand nimmt, und beide führt,

bis zu dem Punkt,

an dem sich Ihr Leben vereint.

Es sind diese Nächte,

die Ihr zuflüstern,

„habe Vertrauen in diese Liebe.“

Es ist die Zwiesprache von Seele zu Seele,

die Sie Ihre Wege in Frieden gehen lässt,

bis zu dem Ort,

an dem seine Seele die Ihre umarmt.

© Erika Flickinger

(Aus „Die Krieger der Herzen – Die Herz-Kriegerin“)

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