Einsortiert

Manchmal ist Sie es einfach leid,

von anderen zu hören, wie Sie sein soll,

wie Sie Ihr Eigenes Ich leben und lieben soll,

oder was ihre Seele sich wünschen müsse.

Es ist beschwerlich, von anderen,

akkurat und konzentriert einsortiert zu werden,

in Schubladen, Register und Kästchen,

aufgrund dessen, was Sie sagt und tut,

wie Sie sich zeigt oder was Sie nicht zeigt.

Es ist Ihr inzwischen ein Bedürfnis,

jenen die meinen Sie zu kennen,

und sich über Sie ein starres Urteil bilden,

den Rücken zu kehren, einfach weiterzugehen.

Es drängt Sie nicht mehr dazu,

sich zu erklären und schiefe Bilder von Ihr,

an Wänden, die Sie nicht bewohnt,

wieder liniengenau geradezurücken.

Sie hat erkannt, dass Ihr sich schwachfühlen,

nur in dem Raum erwacht,

den andere von Ihr beanspruchen.

Dass die Stempel und Forderungen,

die man Ihr aufzudrücken versucht,

ein Versuch von außen sind,

Ihre Stärken in Schwächen zu kleiden.

Sie zieht sie sich nicht mehr über,

die Gewänder anderer, sie lässt die schiefen Bilder,

die andere sich von Ihr machen, schief hängen.

Sie dreht sich um und lässt ihnen das Bild,

welches nicht Sie selbst zeigt,

um das was Sie selbst von sich erkennt,

voller Stärke, in die Welt zu tragen.

© Erika Flickinger

(Aus „Die Krieger der Herzen – Die Herz-Kriegerin“)

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