Buchempfehlung – Seelenliebe

Heute möchte ich ein wenig über das erste Buch über Dualseelen/Seelenliebe erzählen, das ich gelesen habe.

Damals gab es kein Internet, telefonieren war sündhaft teuer und brachte einem schnell in den finanziellen Ruin.

So dass man auf andere Quellen angewiesen war, um zu erfahren, was es Neues an Lesestoff gibt.

Bücher lernte man damals über spezielle Zeitschriften und die Werbung in diesen, aber auch im Büchergeschäft direkt und den dort manchmal von verschiedenen Verlagen ausgelegten Katalogen und Werbeschriften, kennen.

Auch hatte man seine Buchversandhäuser und Kataloge, die regelmäßig alle halbes Jahr, manche auch öfter, andere weniger, per Post zugeschickt wurden.

Glaubt mir, man erinnert sich auch nach über 30 Jahren noch recht genmau daran, wo man welches Buch erworben hatte.

Es gab nicht dieses immense Überangebot, wie dies heute der Fall ist und man musste sich noch bemühen, das für sich richtige Buch zu finden.

Den Anstoß zu diesem Beitrag hier gab eine „Expertin“ und Autorin, die von sich selbst behauptet, sie habe das erste Dualseelenbuch verfasst und auf den Markt gebracht.

Mitnichten möchte ich da an dieser Stelle sagen.

Besagtes Buch, welches ich gelesen habe, kaufte (bestellte) ich mir 1990 beim Buchversandt Hugendubel. Hugendubel gab damals viele eigene Bücher heraus aber auch solche, anderer Autoren.

Soweit ich mich erinnere, hatte Hugendubel damals schon ein Büchergeschäft in München. Zumindest glaube ich, dass ich zu der Zeit, da ich in München lebte (zwischen 1982 und 1988) das Hugendubel-Büchergeschäft von innen gesehen hatte.

Wie dem auch sei.

Auf das Thema Dualseelen kam ich ungefähr 1990 durch einen Indianer, mit dem ich eine Brieffreundschaft führte.

Ja, tatsächlich schrieb man sich damals noch, über viele Länder hinweg.

Und die Ungeduld auf die kommenden Antwort begann zumeist schon, wenn man den Brief frankiert einwarf, oder auf der Post abgab.

Oh, damals war noch Geduld gefragt, viel Geduld. Es dauerte mitunter Wochen, bis eine Antwort kam.

Über meinen Brieffreund-Indianer hatte ich auf einem meiner Blogs vor Jahren schon berichtet.

Durch ihn kam ich zu vielen Themen, die ich heute noch lebe.

Irgendwann im Jahre 1990 bekam ich besagtes erstes Dualseelenbuch in die Hände.

Ich war fasziniert und begeistert und habe es mehrfachgelesen und auch damit gearbeitet.

Da es immer in meiner wohnlichen Umgebung bereitlag, hat es deutliche Spuren davongetragen. Auch eine meiner Katzen hatte sich daran verewigt, indem eine Ecke angeknabbert wurde.

Dies ist deutlich sichtbar auf den beigefügten Fotos. Für mich persönlich ist es jedes Mal, als würde diese Katze, die schon lange über die Regenbogenbrücke ging, mich gerade wieder liebevoll grüßen.

Es ist schon sehr vergilbt, hat viele Flecken und Markierungen/Anstreichungen … wie gesagt, ich lebe mit meinen Büchern, sie sind nicht nur Deko 😉

Dieses Buch hatte für mich unsagbar viel Wahrheit in sich und es prägte meinen weiteren Weg deutlich.

Später fand sich dann noch ein für mich wertvolles Buch zu mir, über welches ich in einem späteren Beitrag berichten möchte.

Es behandelt als Thema eher das Gegenteil, wie man mit Menschen umgeht, die einem selbst nicht loslassen. Heute würde ich diese „Festhalter“ oder „Stalker“ nennen.

Aber im Grunde behandelt es auch das Thema Dualseelen.

Aber wie gesagt, dazu zu einem späteren Zeitpunkt mehr.

Es beschäftigt mich jetzt schon einige Wochen, darüber zu schreiben. Genaugenommen seit ich das (Werbe) Video besagter Kollegin sah, die meinte, sie habe das erste Buch zu dem Thema verfasst.

Nein, hat sie nicht.

Jedoch ist es eines der ersten Bücher, die auf der Schiene des Loslasser, Gefühlsmenschen, Kopfmenschen und dergleichen mehr, ausgelegt sind. Sie hat auch als eine der Ersten darüber geschrieben, wie man sich selbst trainiert und verändert, um zur Dualseele zu finden.

Von daher waren für mich diese Bücher als Unterstützung indiskutabel. Wer meine Seite kennt, weiß ich wie darüber denke und berate.

Für mich waren, nach meiner bis dato schon jahrelangen Arbeit mit Dualseelen, diese Thesen einfach abwegig. Mehr habe ich für mich selbst, dazu nicht zu sagen.

Ich empfand es nun die ganzen Wochen als sehr ungerecht, den ursprünglichen Autoren gegenüber, die das ganze Thema noch Seelenliebe nannten, nicht Dualseelen, aber die das gleiche meinen.

Das mir erste bewusste Buch zum Thema Dualseelen, kam um vieles früher auf den Markt.

Eben nicht über AMAZON, weil es dies einfach noch nicht gab, aber es war das Erste oder eines der ersten Bücher zu dem Thema und kein Buch, das irgendwann zwischen 2000 und 2010 herauskam.

Für mich ist dies bezeichnend für den Inhalt eines Buches, wenn mit falschen Behauptungen dafür geworben wird.

So viel dazu.

Nun zu dem Buch, welches ich wirklich als das Erste, oder eines der ersten Bücher, zu diesem Thema überhaupt war. Ich persönlich kenne leider kein früheres Buch zu dem Thema, sollte es ein noch früheres in deutscher Sprache geben, so teilt es mir gerne mit.

Das Buch ist von Nina Larisch-Haider

Und trägt den Titel „Füreinander bestimmt – Wie Sie Ihren Seelenpartner finden“

Ich habe noch die Erstausgabe, so sieht diese leider auch aus (ich lebe mit meinen Büchern). Diese Erstausgabe erschien damals im Kösel Verlag. Ich weiß aber, dass es zwischenzeitlich einige Neuauflagen gibt, und dass wohl auch der Verlag gewechselt wurde.

Mich persönlich hat dieses Buch, zu diesem Thema sehr geprägt und ich habe es über all diese Jahre 31 Jahre inzwischen, immer wieder einmal hervorgeholt, darin gelesen und immer wieder Neues entdeckt. Da man selbst sich weiterentwickelt und wächst, sieht man manche Aussage einpaar Jahre später ganz anders, als zuvor.

Dieses Buch holt dich im Grunde dort ab, wo Du gerade stehst.

Du hast die Chance dich selbst kennenzulernen, bereit zu werden, für die wirkliche Liebe.

Die Autorin serviert dir in dem Buch kein Erfolgsrezept, welches dir den Seelenpartner innerhalb kurzer Zeit herbeizaubern soll.

Sie serviert dir aber auch keine unlösbaren Aufgaben, Wege und Prozesse.

Sie geht ausführlich auf das Thema Selbstliebe ein. Sie zeigt Wege auf, über die Du in dich gehen und erforschen kannst, wo Du dir selbst im Weg stehst. Anders gesagt, sie geleitet dich durch ihre Vorschläge und Worte, auf den Weg zu dir selbst. Denn erst von hier aus, kannst Du dich auf den Weg machen, deine Seelenliebe kennenzulernen.

Dieses Buch ist ein Begleiter, ein Ratgeber, ohne dich umerziehen zu wollen, ohne dir zu vermitteln, dass Du nicht „genug“ bist … im Gegenteil.

Nina Larisch-Haider schreibt zum Beispiel kurz über das Opfer-Verfolger-Retter-Spiel.

Und genau diese Worte beschrieben für mich den heute so vielgelobten Dualseelenprozess.

Und bevor ich dafür wieer zerrissen werde, denkt erst einmal einige Zeit in Ruhe über diese Worte nach.

Nina Larisch-Haider schreibt dazu: Spiel heißt hier, dass Menschen in ihrer Interaktion bestimmte Rollen einnehmen, hinter denen sie sich verstecken, damit sie nicht die Verantwortung für ihre Gefühle und ihr Handeln übernehmen müssen.

Was anderes als dies, ist denn der Dualseelenprozess?

Ein Spiel in dem der Liebende die Verantwortung, wenn der andere auf keine Theorie anspringt, abgeben kann.

Die Autroin beschreibt dies sehr verständlich in diesem Buch.

Ich weiß noch wie heute, dass ich auch die Meditation damals ausführt, bei der man seinen Seelenpartner sehen kann. Ich habe ihn damals gesehen, den Mann, der mein Leben von Grund auf veränderte.

Nein, wir sind kein Paar, aber er hat unendlich viel in meinem Leben bewirkt.

Ich sah ihn damals 1990, in der Meditation, so deutlich, als stünde er vor mir, und dieses Bild hat sich mir sehr tief eingeprägt.

Mehr möchte ich zu meinem Privaten Erleben und Empfinden nicht offenbaren 🙂

Die Autorin führt dich über die verschiedenen Kapitel hinweg auf den Weg zu dir selbst und somit auch zu deinem Seelenpartner.

Sie hat einen Satz in diesem Buch, der mich all die Jahre begleitet hat:

„Ein JA zu Ihrem Seelenpartner ist ein JA zu Ihrem Wachstumsprozess.“

Der Prozess bezieht sich hier jedoch nicht auf den ach so beliebten Dualseelenprozess, oder irgendwelche imaginären Stufen die zu erklimmen sind, sondern darauf, erst einmal sich selbst kennenzulernen, nicht sich zu verändern, um diesem einen Menschen zu gefallen, sondern sich selbst, für sich selbst, in den Vordergrund zu stellen.

Sie begleitet dich dabei genauer hinzuschauen, wieso Du bestimmte Liebespartner anziehst oder eben meinst zu lieben.

Nina Larisch-Haider erklärt dir, wie Du in deinem Inneren, aber auch äußeren Leben Platz machst, um deinen Seelenpartner überhaupt, in deinem Leben, empfangen zu können.

Sie hilft dir ihn zu erkennen, im Voraus zu sehen oder einfach nur zu fühlen. Je nachdem wie weit deine Seele es zulässt, dass Du ihn schon erkennen kannst.

Dieses Buch begleitet dich auch dabei, den Seelenmüll, Belastungen aus der Kindheit, Prägungen durch das Elternhaus, Geschwister erste Liebespartner usw. zu verarbeiten. Nein, hier ist nicht die Rede von der ach so hochgehypten Arbeit mit dem inneren Kind.

Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen, da es die Welt der Seelenliebe aufzeigt, wie diese auch ins normale Leben, und nicht in eine Fantasiewelt, getragen werden kann.

Dies ist ein Buch, dass ich als Begleiter hin zur Seelenliebe mit ruhigem Gewissen empfehlen kann.

Wie schon erwähnt, werde ich das nächste Mal über ein gegensätzliches Buch schreiben, dass mir persönlich in den letzten gut 30 Jahren ein interessanter und lehrreicher Begleiter war.

© Erika Flickinger

 

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