Vergangen

Ich erkenne dich nicht mehr,

in all den Dingen, die einst von Dir sprachen.

In all den Momenten, die deinen Namen trugen.

Ich sehe dich nicht mehr,

im Aufblitzen der Sonne,

dem Erblühen eines Gänseblümchens,

nicht einmal mehr im Schatten

der Enttäuschung und Wehmut.

Ich höre dich nicht mehr,

zwischen dem Schweigen unserer Seelen …

welches einst so viel sprach …

von Dir und Mir und Uns.

Ich fühle dich nicht mehr,

wenn meine Gedanken wandern,

um an Orte zu reisen, deren es sich lohnt,

sich fühlend an Glück zu erinnern.

Es liegt eine schweigende Andacht

über all dem,

was einmal nach Glück schmeckte.

Es liegt Frost über all den Momenten,

die einst fühlbar das Leben ausmachten.

Es ist still geworden,

dort, wo Du einst, durch dein Tun,

die Mauer um mich fallen ließest.

Und doch, strahlt hier ein Licht

dass mich ausfüllt und erhebt …

dass Licht der Befreiung und Loslösung,

von den all Dingen und den

Momenten und der Stille,

die einst zu mir sprachen,

von Dir … von Mir … von UNS!!!

© Erika Flickinger

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Staub…

Staub

hat sich ausgebreitet

über der kurzen Zeit

die wir gemeinsam hatten …

Staub der Zeit

und jedes Körnchen davon

ein Moment unseres Seins …

Ich beobachte

wie Moment für Moment

der Vergangenheit,

Staubkorn für Staubkorn

ehemaligen Fühlens,

sich niederlassen,

in dem Raum

der dir und mir gehörte.

Sachte legt sich eine Staubschicht

über die Vergangenheit

deckt zu was niemals sein wird …

nur deinen Namen

den schreibe ich sachte

mit zitterndem Finger hinein.

© Erika Flickinger

(Aus „Liebe geboren für den Abschied“ bei Amazon)

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Es ist Zeit …

Es ist Zeit,

die alten Bilder

von der Wand zu nehmen.

Es ist Zeit,

neue Träume

ins Leben zu atmen.

Es ist Zeit,

frische Farben

an die Wände zu schreiben.

Es ist Zeit,

die alten

vergilbten Vorhänge

abzunehmen,

hinter denen Du

untergetaucht bist,

und welche meine Sicht,

auf das was

wirklich ist versperren.

Es ist Zeit,

frischen Wind

durch mein

Fühlen wehen zu lassen.

Es ist Zeit,

neues Fühlen

in die Seele zu zeichnen.

© Erika Flickinger

(Aus „Liebe geboren für den Abschied“)

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Die Stille nach Dir

Die Stille,

die nach dir kam,

lehrte mich so viel mehr,

als all die Worte,

die Du mir zu sagen vermieden hast.

Die Stille,

die nach dir kam,

zeigte mir,

wie leer deine Worte waren,

wenn sie von Liebe sprechen wollten.

Die Stille,

die nach Dir kam,

legte mir Worte

in neue Zeilen,

Worte voller Sehnsucht,

und verlorenem Vertrauen,

Worte, die dieses Kapitel

für immer verschließen sollten.

Die Stille,

die nach dir kam,

zeigte mir

was Du in dir gesucht,

und dann in mir verloren hast.

Die Stille einer tiefen Liebe!

© Erika Flickinger

(Aus „Liebe geboren für den Abschied“)

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Scherben der Stille

Niemand kann die Scherben zählen,

in die ein Herz zerbricht.

Tausende und Abertausende

im Laufe eines L(i)ebens.

Ebenso könntest Du versuchen,

die Strahlen der Sonne zu zählen,

ohne je an ein Ende zu kommen.

sind sie doch immer in Bewegung,

manche ersterben noch während

sie den Boden berühren,

manche erneuern sich in ihrem Flug,

manche strahlen offen und hell,

und andere leuchten versteckt,

hinter einer tränenschweren Wolke,

die gemächlich vorüberzieht.

Kannst Du die Strahlen der Sonne,

in den Scherben und Splittern zählen,

in die ein liebendes Herz zerbricht …

kannst Du die Schwere der Tränen messen,

die sich zwischen die Bruchstücke fügt?

Kannst Du die Stille beschreiben,

die sich zwischen das Geborstene legt?

Es gibt weder Worte noch Zahlen,

weder Farben noch Formen,

um zu erzählen, wie viel Stille,

zwischen den glitzernden Fragmenten,

einer zerbrochenen Liebe leise spricht!

 

© Erika Flickinger

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