Im Hier und Jetzt

Woher willst Du wissen, wer ich bin und wie ich zu fühlen habe?

Wer gibt Dir das recht, mir zu sagen, wie ich mich leben müsste?

Die einzige Person, die Dir diese Befugnis geben darf, bin ICH!

Jedoch gebe ich dieses fundamentale Recht über meine IchSein

nicht in fremde Hände, die nur die eigene Wahrheit umklammern.

Wieso nimmst Du dir die Berechtigung, mir zu sagen,

ich würde anders fühlen, als ich es Dir mitteile?

Woher nimmst Du die Dreistigkeit, zu behaupten,

ich würde nicht meinen, was ich sage, sondern verdrängen, was war,

um mir dann deine Schulweisheiten als einzige Wahrheit aufzudrücken?

Du sagst, ich lebe unehrlich, weil ich Vergangenheit als das sehe, was sie ist,

etwas das gewesen ist, das mich geformt hat, zu dem der ich jetzt bin,

aber auch als Etwas, das nicht mehr änderbar ist jedoch voller Weisheit für mein Jetzt.

Du denkst vielleicht, ich lebe unehrlich,

weil ich mich weigere das Gewesene in die Zukunft zu tragen,

und eben diese Zukunft nicht in mein Jetzt zerre

um sie vorab nach den Zwängen, der Vergangenheit zu formen.

Du nennst mich Esoteriker, weil ich sage,

„Ich lebe ihm Moment, denn das Jetzt ist meine Zeit“

und nicht das Davor oder das Danach.

Du versuchst mir, in schönen Worten zu erklären,

dass ich sehr wohl die Vergangenheit in mir trage und diese mein Handeln beeinflusst.

Ja, natürlich tut sie dies, wie sonst wäre ich heute, da wo ich bin,

genau hier, in diesem Moment, den ich lebe und fühle, im JETZT.

Und doch umarme ich diese Vergangenheit, die der deinen so gleicht,

und die uns doch so verschieden wachsen ließ.

Ich erwachte aus all dem, was war, in mein Leben hinein,

Du bliebst in den Alpträumen, dessen was war, einfach schlafend hängen,

dich weigernd dein Leben zu sehen als dies was es ist …

ein Ergebnis deiner Vergangenheit und eine Chance, so stark zu werden,

die Zukunft als etwas Neues zu begrüßen und diese zu ehren,

indem Du sie werden lässt, wie was sie sein kann,

ohne die Bürde einer Vergangenheit, die Du nicht loslassen kannst.

Du erkennst den Unterschied nicht,

des im Vergangenen leben und des aus der Vergangenheit geformt werden.

Ich nenne Dich verblendet, weil Du nur nach Anerzogenen und Gelernten

Dogmen, die deine Wahrheit des Lebens bilden, existieren kannst.

Ich nenne Dich unehrlich, weil Du glaubst, zu wissen, was ich fühle und verdränge.

Ich nenne Dich einen Verdränger, weil Du in der Vergangenheit hängst

und der Gegenwart ihre Chancen verweigerst und somit auch den Schritt in die Zukunft,

als der der Du wirklich bist, da Du lieber bleibst, wer Du einmal warst.

Du irrst noch immer durch deine längst vergangene dunkle Zeit

und möchtest mir sagen, wie ich meine Zukunft sehen soll,

weil Du nicht verstehst, dass ich die Schmerzen der Vergangenheit

in Chancen für eine sonnige Zukunft gewandelt habe.

Und nun sage mir … wer von uns beiden lebt Unehrlichkeit …

und wer von uns Beiden verdrängt seine Vergangenheit?

© Erika Flickinger

 

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Das Leben …

Das Leben eines jeden

läuft nur vom Ersten,

bis zum letzten Atemzug.

Dazwischen gilt es,

deine Farben ins Leben zu malen,

deine Melodien zu komponieren,

und deine Seele strahlen zu lassen.

Nichts Anderes nimmst Du einmal mit,

als die Farben und die Melodien dessen,

was Du gefühlt, gelebt und geliebt hast.

© Erika Flickinger

Das Leben wartet nicht

Das Leben wartet nicht darauf,

bis Du dich entscheiden kannst.

Es folgt stetig dem natürlichen Lauf,

und fließt für jeden auf seine Weise.

Es schickt dir genügend Zeichen,

fordert dich sanft zum Erkennen auf,

es lässt dir die Wahl und Freiheit,

dich in seiner Fülle zu versenken.

Es bietet dir alles, was Du brauchst

ersehnst …

wünschst …

und erträumst.

Es schenkt dir viele Gelegenheiten,

zu erwecken, was Du erhoffst …

und doch, das Leben wartet nicht,

bis Du eine Entscheidung triffst,

es nimmt in seinem Verlauf mit,

was Du nicht erkennen konntest,

schwemmt es an fremden Ufern an,

dort wo es als Geschenk erkannt,

in einem anderen Leben neu erwacht.

© Erika Flickinger

Hände voller Geschichten

Hände gezeichnet voller Geschichten …

tiefe Schwielen erzählen ihr Tagewerk …

Hände die auffingen und fallenließen …

Hände die trösteten und zupackten …

die andere heilend oft sich selbst vergaßen.

Hände voller wahrhafter Geschichten …

sie hielten voller Vertrauen Träume fest,

und schufen tagein tagaus um ein solides

Fundament für ihre Visionen zu gestalten,

für all die selbsterschaffenen Wunder …

die sie im Alter stumm zu erzählen wissen.

© Erika Flickinger