Traumtänzerin

Man sagt Ihr nach,

Sie lebe in einer eigenen Welt

voller Illusionen und Träume.

Sie sei eine Traumtänzerin,

tuschelt man hinter Ihrem Rücken,

fernab der Realität und der Norm.

Sie selbst jedoch,

trägt tief in sich die Gewissheit,

Ihre Aufmerksamkeit dahinzurichten,

wo Ihre Weg Sie sicher

zu den eigenen Wundern führen.

Sie ist so normal und anwesend

wie eine Seele nur sein kann.

Denn Sie sieht all dies

was Ihr Leben bewegt …

glücklich macht …

Ihr Innerstes mit Freude erfüllt.

Sie gehört nicht zu denen,

die der Norm nacheifern,

um eine Gleiche unter Gleichen zu sein.

Sie trägt keine Flamme,

die im Buschfeuer aller brennt.

Sie zündet Ihr eigenes Licht an.

Sei es auch noch so klein im Außen,

so leuchtet doch in Ihrem Herzen

eine Fackel der Liebe.

© Erika Flickinger

Bewusst erwacht

Wenn jemand zu Ihr sagt,

Sie sei nicht bewusst und nicht erwacht,

so fragt Sie sich,

woher nimmt jener Mensch sich das Recht

über Sie, Ihr Leben, Ihren Glauben, Ihr Denken zu urteilen.

Sie muss dir nicht vorleben, was Du dir von Ihr vorstellst.

Sie ist nicht auf dieser Welt,

um deinen Ansprüchen an Sie gerecht zu werden.

Sie lebt jeden Moment bewusst, in dem Wissen,

dass jede Sekunde, von der nächsten abgelöst,

nicht mehr existent sein wird.

Der Moment verfliegt so schnell,

wird innerhalb eines Atemzuges schon Vergangenheit.

Dies ist bewusstes Wahrnehmen für Sie,

jeden Moment einzuatmen, zu genießen,

in dem Bewusstsein, ihn beim Ausatmen wieder zu verlieren.

Ihr ist bewusst, dass jeder Augenblick Veränderung bedeutet,

dass keine Situation auf Dauer leben wird.

Sie fühlt und lebt den Wandel, der immer gegenwärtig ist.

Du sagst zu ihr, Sie sei nicht erwacht!

Zu was erwacht?

Zudem was Du dir vorstellst, was Erwachen sein muss,

oder zu dem, was Sie dabei fühlt, denkt und lebt?

Sie ist nicht hier, um auf deine Weise zu erwachen.

Sie lebt nicht, um deine Vorstellungen zu bedienen,

und dir damit die Gewissheit zu geben,

dass Du selbst wunderbar allwissend bist,

weil Sie dir ja vorlebt, wie es nicht sein sollte,

und damit die Meinung deiner Götzen in dir verstärkt!

Sie ist auch nicht geboren, um dein Spiegel zu sein,

um dir deine Wahrheit vorzuleben.

Sie wandelt nicht auf dieser Welt,

um deine Art von „Aufwachen“ zu zelebrieren.

Sie ist soweit aufgewacht, zu erkennen,

dass jeder, seinen eigenen Traum vom Leben hat,

dass jeder das Leben anders fühlt und wählt.

Ihr ErwachtSein schließt nur Ihre Seele ein.

Sie gesteht jedem seine eigenen Erfahrungen zu,

in dem klaren Bewusstsein,

dass jeder das Erwachen anders leben wird als Sie.

Doch sagt Sie dir,

wenn Du zu einem anderen sprichst,

er sei menschlich in deiner Achtung gefallen,

weil er nicht so bewusst und erwacht sei wie Du,

dann bist Du derjenige, der noch im Tiefschlaf wandelt,

dann bist Du derjenige, dessen Bewusstsein,

sich selbst Grenzen auferlegt, in denen Du dich gefangen hältst.

Du sperrst dich selbst in ein Gefängnis,

indem Du andere in Schablonen zwängt, die andere dir auferlegten.

Sie ist bewusst genug, jedem die Wahl zu lassen,

wie er leben, glauben und agieren möchte.

Sie ist soweit erwacht, zu erkennen,

dass jeder, seine eigene Art zu leben hat.

Sie ist so in sich selbst gefestigt,

dass Sie keine Götzen, Vorbilder oder Idole braucht,

denen Sie nacheifern und sich unter deren Dogma verstecken kann.

Sie sucht nicht nach Wahrheitsverkündern,

die Ihr die ultimative festgeschriebene Wahrheit vorbeten,

um dann diejenigen zu verdammen,

die sich selbst und ihre eigene Sicht der Welt leben.

Sie lebt Ihre eigene Wahrheit,

in dem Stadium des eigenen Erwachsens …

selbstgewählt und sehr bewusst,

ohne von DIR zu fordern, die Kopie Ihrer selbst zu werden.

Und nun sage mir, schläft Sie tatsächlich noch …

oder ist Sie bewusst in einem selbstbestimmten Leben,

welches nicht das DEINE ist, erwacht?

© Erika Flickinger

Die Stärke einer Frau

Eine starke Frau kennt ihre Schwächen

und kann diese so stehen lassen, wie sie sind.

Sie muss ihre Schwächen nicht in Stärken wandeln

sondern erkennt sie als dies, was sie sind,

ihre persönlichen Chancen zum Wachstum:

Zeichen dafür, dass niemand perfekt ist

dass jeder sein Licht und seine Schattenseiten hat.

Sie weiß genau, dass sie auch Zeiten hat,

in denen sie eine Schulter zum Anlehnen ersehnt,

welche abwechseln, mit den Zeiträumen,

in denen sie ihre Schulter für andere bietet.

Eine starke Frau, steht dazu,

dass sie nicht alles allein vollbringen muss,

sondern, dass Hilfe erbitten und annehmen,

ein Zeichen großer Charakterstärke sein kann.

Sie hat ihr Leben aus allen Perspektiven gefühlt.

Aufrechtstehend,

voller Vorfreuden auf alles was noch wartet.

Gebeugt, unter Lasten,

die sie nur schwer stemmen konnte.

In die Knie niedergedrückt,

von all dem, was Sie gerne für andere mittrug.

Leichten Schrittes, an der Seite jener,

die Sie unterstützen und liebten.

Manchmal kriechend,

unter der Bürde, die andere ihr auferlegten,

um selbst in leichten Schritten vor ihr herzueilen.

Am Boden liegend,

die Haut wundgescheuert vom Asphalt des Lebens.

Und immer wieder strahlend aufrechtstehend,

voller Hoffnungen, Wünsche und Träume.

Eine starke Frau kennt die Wechselspiele des Lebens,

sie weiß, nichts muss bleiben, wie es ist,

weder das Gute noch das Schlechte sind von Dauer.

Das Leben lehrte sie, dass stark ist,

wer sich erlauben kann, kurzfristig in die Knie zu gehen,

und das Schwäche bedeutet, am Boden zu bleiben.

Zu manchen Zeiten, hat sie schmerzhaft erfahren,

dass sie nicht immer der Mittelpunkt des Lebens

und doch die Schlüsselfigur ihrer Zukunft ist.

Für sie ist die Wahrheit,

dass Träume nur ins Leben wachsen,

wenn sie selbst die Samen dafür pflanzt und hegt,

bis die Wurzeln stark genug sind,

ihr eigenes Sein im Leben zu festigen.

Eine starke Frau weiß,

nicht das äußerliche Kleid oder eine geschmückte Fassade

ist für ihr Dasein wirklich von Belang,

sondern die Stoffe und Farben,

die sie aus ihrem Inneren heraus, in ihr Leben webt.

Stark ist, wer sich seiner Schwächen bewusst ist

und doch fühlt, dass in jeder Schwäche

eine unendliche Stärke verborgen liegt.

Ihre Mission ist es, in den Schatten ihres Seins,

aufrechtgehend, ihr eigenes Licht vor sich herzutragen.

Eine Frau, die offen ihre Stärke lebt und liebt,

ist sich zu jedem Moment auch sehr bewusst,

dass nur wirklich stark ist, wer die Stärke anderer,

achtet, fördert und mit den eigenen Stärken unterstützt.

© Erika Flickinger

Selbstbewusste Spiritualität

Selbstbewusste Spiritualität.

Sich und seinem eigenen Können bewusst sein. Zu erkennen, dass so vieles in einem selbst lebt und jedwede Entscheidung von einem selbst getroffen werden kann.

Das Verstehen, dass man nur selbst seine eigenen Antworten finden kann.

Auch das Annehmen des eigenen Egos. Es pflegen und kultivieren, so dass das eigene wahre Selbst immer mehr zum Vorschein kommt.

Das Selbst, dass eigene innere Zentrum des Seins, der Mittelpunkt, der eigenen kleinen Welt.

Zu erkennen, dass dieses Selbst alle Antworten für die eigene kleine Welt in sich trägt und diese Erkenntnis zum eigen Wohl und dem Wohl aller anderen zu leben.

Dabei nicht zu vergessen, dass dies, was man als Selbst in sich erkannt hat, immer neu kennen- und lieben lernen darf und auch soll.

Sobald man sein Ego – sein Selbst erkannt und angenommen hat, die Erfahrung zu machen, dass jeder andere sein eigenes Zentrum in sich trägt und hier achtsam die Grenzen zu achten, ohne die eigenen zu verleugnen, pflegt das eigene Ego und die Achtung vor anderen.

Wenn man dabei zum inneren Beobachter des eigenen Ego werden kann, und sich darin übt, die eigenen und die Erfahrungswerte andere anzuerkennen und mit den eigenen Lebensthemen harmonisch zu vereinen, lebt inmitten einer selbstbewusst gelebten Spiritualität.

Ein gesundes Ego ist sich seiner selbst ebenso bewusst, wie der Tatsache, dass jedes andere Lebewesen seine eigene Mitte (sein Ego) leben und kultivieren darf.

Wer so lebt, kann jeden anderen neben sich bestehen lassen, ohne dessen Grenzen als ungesundes Ego zu bezeichnen.

Wer die Grenzen anderer missachtet, verleugnet damit auch dessen eigenen Lebensaufgaben.

Ein gesundes spirituell gelebtes Ego ist fähig, über den Tellerrand hinaus mit jeden anderen Ego zu kommunizieren und dessen Licht, mit dem eigenen Licht zu erweitern und durch das Licht- oder die Erkenntnisse eines anderen selbst umso mehr zu leuchten.

Selbstbewusste Spiritualität bedeutet aber auch, sich umzudrehen und zu gehen, da wo man versucht, ihm das eigene Ego schlecht oder kleinzureden oder gar abzusprechen. Sie erachtet es auch nicht als nötig hier Überzeugungsarbeit zu leisten, würde dies doch bedeuten, dass eigen Ego will den Kampf und die Wahrheit eines anderen ausfechten. Dies ist nicht selbstbewusst, sondern selbstüberschätzen und übergriffig.

Eine selbstbewusst gelebte Spiritualität braucht keinen Kampf darum, wer im Recht ist und kann sich auf lebhafte und daher auch gesunde Diskussionen einlassen, denn aus jedem Gespräch gewinnt eine solche Spiritualität neue Eindrücke und neue Erkenntnisse, ohne dabei anderen die eigene Meinung aufzudrängen. Gesund gelebte Spiritualität sagt dir auch niemals „Du musst“, sondern zeigt dem anderen mögliche Türen, die er öffnen- oder sie einfach ignorieren kann.

Jemand der seine eigene Spiritualität auf gesunde Weise lebt, wird sich jedoch aus Gesprächen herausnehmen, in denen es nur darum geht, wer der Klügere, der Weisere, derjenige mit der ultimativen Wahrheit ist. Gespräche, die eine solche Wende nehmen, zeigen mehr als deutlich, dass einer von beiden nicht selbstbewusst genug ist, andere neben sich leuchten zu lassen.

Ein Mensch, der sich und der eigenen Spiritualität, bewusst ist, zeigt Missstände auf, macht auf Ungerechtigkeit aufmerksam und spricht aus, wie er selbst über manches denkt.

Er zeigt dadurch andere neue Blickwinkel auf, schauen und darüber nachdenken, Aufdrängen jedoch wird er diese, seine eigene Wahrheit niemanden. Die Wahl hinzuschauen oder auch nicht überlässt er dem Gegenüber und dessen innerer Mitte.

Selbstbewusst gelebte Spiritualität, fühlt, dass dies, was für sich selbst wahr und gut ist, für einen anderen der falsche Weg sein kann. Doch fühlt sie auch, dass in der Wahrheit eines anderen, wertvolle Denkanstöße- und Blickwinkel für ihn selbst verborgen sein können.

Hinschauen, Nachdenken, Reflektieren und ja, auch bewerten was für das Eigene Selbst gut ist, ist gelebte und selbstbewusste Spiritualität.

Gerade das Bewerten ist so wertvoll, den wie will man ohne bewerten für das eigene seelische Wohl, die eigenen Wahrheiten erkennen und leben können.

Und wie will man, ohne zu bewerten, erkennen, wann ein Thema oder eine Überzeugung, sei es das Eigene oder von anderen inspirierte, nicht mehr für den eigenen Weg dienlich ist.

In dem Sinne lebe so selbstbewusst, dass Du auch erkennen magst, ob dein Ego die Führung übernimmt oder deine Wahrheiten gelebt werden wollen.

Sobald Du dich jeder anderen Meinung verschließt und diese als Null und nichtig abtust, lebst Du eine mehr als ungesunde Spiritualität.

Sobald Du die Wahrheit eines anderen, als die Wahrheit schlechthin lebst, lebst Du ebenso eine ungesunde Spiritualität, da Du dabei deine eigene innere Mitte, die voll von Weisheiten für dich persönlich ist, ignorierst und dir somit deinen eigenen Weg absprichst.

Selbstbewusste Spiritualität weiß, dass die Wahrheit eines anderen ebenso wertvoll ist, wie die eigene, sie zwingt nicht, überzeugt nicht und drängt nichts auf. Jedoch geht sie ihrer eigenen Wege, wenn andere ihr ohne Kompromisse, die eigene Wahrheit absprechen und durch deren Überzeugungen ersetzen wollen.

Spiritualität macht den anderen nicht abhängig oder kleiner als er ist, sie baut auf und schenkt Freiheit … sich selbst und anderen.

© Erika Flickinger

Was sie sich wünscht

Sie muss nicht erklären,

was Sie sich als Frau von einem Mann erwartet.

Wieso fragt Sie sich, muss man Regeln aufstellen

um den zu erkennen, der zu einem passt?

Wieso Forderungen und Wünsche ohne Ende?

Ist es denn nicht so, dass Liebe dich findet?

Ist es nicht so, das zusammenfindet, was zusammengehört?

Wieso muss Frau vorab penibel erklären,

welche Qualitäten, Handlungen und Gefühle da sein müssen?

Eine Auflistung voller Forderungen … ohne zu wissen,

wo der Mann ist, der die Liebe für sie in sich trägt.

Wünschend – erklärend – fordernd …

all die Eigenschaften, die der Liebe fremd sind.

Sie wünscht diesen Frauen, dass die Liebe Sie finden

und Ihre Welt kopfstehen lässt,

weil eben dieser Mann, nichts davon im Gepäck hat,

was sie so akribisch auf Ihrer Liste formulierte.

Die Liebe wird deine ~Ich-Wünsche-Und-Will-Liste~ zerfleddern,

all die Fetzen kraftvoll in alle Winde verwehen.

Du wirst dastehen, ratlos, irritiert und liebend …

denn in dem Moment, da diese eine Liebe dich findet,

wirst Du keinerlei Ansprüche mehr stellen,

wie der Mann sein muss, denn Du lieben magst.

Ab der Sekunde des Erkennens liebst Du einfach nur noch.

Die Seele ist es, die IHN erkennt,

das Herz ist es, welches die Entscheidung trifft.

Und Sie weiß, weder Herz noch Seele

kümmern sich um einen Katalog voller Forderungen.

Sie wählen den, der zu dir passt …

den der im Dialog mit deiner Seele steht …

der dein Herz zum singen und dich zum Leuchten bringt …

den der dich liebt, ohne zu fragen, was DU forderst.

Denn die wahre Liebe fragt nicht …

fordert nicht … stellt keine Listen auf …

sie führt zusammen, was zusammengehört.

© Erika Flickinger

 

 

 

 

 

Wundersame Wege der Liebe

Sie braucht keine Seelenverträge,

um sich an jemanden zu binden

der ohne Sie seinen Weg gehen mag.

Sie muss keine Anteile zurückfordern,

die nie von ihr weg waren,

um eine wertlose Erklärung zu haben,

warum man sie noch nicht lieben kann.

Sie wird sich nicht erniedrigen,

indem Sie sich jemandem anpreist

als sei Sie der Hauptgewinn seines Lebens.

Sie wird sich nicht selbst fremd werden,

indem Sie zu jemandem wird,

den Sie selbst nicht lieben könnte.

Sie dreht jedem den Rücken zu,

der Ihr erzählt, davon,

wie Sie sich ändern, verbiegen, verformen soll,

um Liebe zu erzwingen, zu erjagen,

die nicht freiwillig in Ihrem Leben erscheint.

Sie braucht sie nicht …

all diese Rechtfertigungen …

all diese Tricks …

all diese Selbstgeißelungen …

um, gesehen und geliebt zu werden.

Sie ist nicht bereit, sich Liebe zu erringen,

indem Sie sich selbst verliert …

aufgibt … verhökert … anbietet …

bei einem Menschen, der Ihre Art

des Lebens und Liebens nicht schätzt.

Sie weigert sich, Liebe zu empfangen,

indem Sie sich selbst verändert und aufgibt …

indem Sie sich in fremde Farben kleidet,

welche Sie in eine endlose Tiefe ziehen,

da sie bei Ihr nicht leuchten können.

Sie wird nicht Jahre Ihres Lebens vergeuden,

indem Sie nach verlorenen Anteilen Ihres Selbst sucht,

welche Sie doch nie verlassen haben …

indem Sie uralte Verträge verfolgt,

die doch keine Gültigkeit mehr haben.

Sie wird jedem, der Ihr berichtet,

wie Sie mit Ihrem inneren Kind arbeiten soll,

einen bunten Ball zuwerfen,

nur um mit kindlicher Liebe, zu spielen,

nicht um hart an sich zu arbeiten.

Sie bleibt bei sich … bei Ihrer Seele,

bei Ihrem So-Sein … bei Ihrer Art zu lieben.

In Ihrer Seele fühlt Sie, dass Ihr individuelles Wesen

genau dies ist, indem all Ihre Liebe atmet,

und Sie zu dem Menschen führt,

dessen Seelen-Farben mit den Ihren

ein leuchtendes Farbspektakel erzeugen.

Sie ist voller Vertrauen, in die einzigartige Fähigkeit,

der Liebe, die wundersamsten Wege zu eröffnen,

um zusammenzuführen was wirklich zusammengehört.

Nicht mehr und nicht weniger,

fordert Sie von sich selbst und von der Liebe.

© Erika Flickinger

 

Die wahren Lichtbringer

Sie will sie nicht mehr um sich haben,

diese Menschen, die für jede Sorge …

jedes Problem … jeden Schmerz …

kluge abgedroschen Ratschläge präsentieren …

Sätze, die tausendfach be- und abgenutzt,

lieblos … achtlos … ausgesprochen werden.

Sie mag sie nicht mehr …

diese Allgemeinsätze und Kalendersprüche,

die so oft am wirklichen Schmerz vorbeigehen,

irgendwo aufgeschnappt …

auswendiggelernt …

nachgesprochen …

gedankenlos daher geplappert.

All diese Bildersprüche ….

die zu allem und jedem Harmonieren

und doch dem, der leidet nicht passen.

Wem soll solch eine Plattitüde helfen,

wo soll sie Trost spenden … wo hilfreich stützen?

Sie kann sie nicht mehr hören …

diese Licht und Liebe – Lebensweisheiten,

die nichts anderes beinhalten als leere Worte.

Sie mag sie nicht mehr um sich haben,

diese Menschen, die mit dem Verteilen

spirituell gelehrter Floskeln nur Zeigen,

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Verganges Leid

Sie hat viel erdulden müssen,

wurde oft geschubst, kleingehalten, misshandelt und gedemütigt …

Wie so viele andere Seelen auf dieser Welt auch.

Sie hätte so viele Gründe, mit dem Finger auf andere zu zeigen.

Sie hat gewiss Anlässe genug, zu klagen, zu jammern

und in jedem Schatten, die Vergangenheit neu zu erkennen.

Sie hätte so viel Veranlassungen, sich jedes Mal aufs Neue,

von den Geistern der Vergangenheit überwältigen zu lassen.

Und doch hat Sie für sich die Erkenntnis gewonnen,

dass Sie Ihre Gegenwart, Ihr Fühlen und die Lust am Leben,

nicht von der Vergangenheit verdunkeln lässt.

Sie sieht diese dunklen Phasen vergangener Tage,

als Chance auf eine strahlende Zukunft.

Ihr ist bewusst, dass wenn Sie all dies, was war,

in jedem Schatten, in jedem schlechten Moment wiedererkennt,

Sie selbst der Vergangenheit die Erlaubnis gibt,

Sie in dieser Dunkelheit des Gewesenen festzuhalten.

Sie hat erkannt, dass Sie sich damit selbst die Freiheit nimmt,

auf eine leuchtende Gegenwart und eine strahlende Zukunft.

Sie ist nicht bereit, trotz all dem was war,

in einem Schmerz zu erstarren, der weit zurückliegt.

Nein, Sie lässt es nicht zu,

dass dunkle Erinnerungen, Ihr Leben bestimmen,

um Sie immer wieder in eine Ohnmacht zu ziehen.

Sie selbst nimmt dem Damaligen die Chance,

Sie noch immer zum Opfer zu machen, indem Sie erkennt,

dass nur Sie all dem die Macht nehmen kann,

Sie immer wieder zu Fall zu bringen.

Und so steht Sie, fest verwurzelt und stark im Jetzt.

Dann dreht Sie sich gedanklich einfach um,

breitet die Arme aus und lädt all dies und all jene,

die Sie in der Vergangenheit wieder und wieder

in die Flammen gestoßen haben ein

sich anzuschauen, was Ihr Tun bei Ihr bewirkt hat.

Sie präsentiert, was Sie jetzt geworden ist.

Eine Seele, die nach jeden Sturz ins Feuer

nicht seelisch verbrannte, die nicht einfach liegen blieb

und sich nicht verschlingen ließ,

sondern die immer und immer wieder

aufgestanden ist, sich aufgerappelt hat,

die dem Leben und den Menschen die Stirn geboten hat.

Und dann formen sich die Worte in Ihrem Geist:

„Schaut her, seht genau hin, was Euer Tun bewirkt hat.

Es hat meine Seele geformt, mir Kraft und Mut gegeben,

nicht da liegen zu bleiben, wo man mich hinstieß.

All euer Tun und auch das Meinige,

haben mich mitten hineingeführt, in die Kraft meiner Seele.

Sie haben mich geformt, gestärkt und wachsen lassen.

Durch euch bin ich geworden was ich nun bin.

Eine starke Seele, die mutig den eigenen Weg sucht

und sich über all dies erhebt, was nicht (mehr) zu ihr gehört.

Schaut ihn euch an, diesen kurzen Moment, an dem ich die Grenze

zwischen Vergangenheit und Gegenwart erkannte

und mich voller Kraft aus den Flammen erhob,

um mich zu einem ungebremsten Flug über all dies zu erheben,

was mich zuvor beständig zu Boden gehen ließ.“

Der Moment Ihres Erwachens, war der Augenblick,

an dem Sie erkannte, dass Sie selbst es war,

die den Geistern der Vergangenheit,

die uneingeschränkte Macht über Ihr Fühlen gab.

Ihre Ohnmacht gegenüber Ihren Schatten endete an dem Tag,

da Sie alles losließ, was einst war und geschah.

Die Kraft zur persönlichen Freiheit, fand Sie in der Erkenntnis,

dass Sie nichts und niemandem verzeihen musste,

um zu erkennen, dass die Kraft,

um Ihre Flügel weit genug zu entfalten, in Ihr selbst lebt.

Ihr wurde bewusst, dass es nicht um Vergebung ging …

das Zauberwort war Dankbarkeit.

Für all dies, was einmal war …

all die Menschen, die Ihr Unrecht taten …

jede Missachtung Ihres Selbst …

jede körperliche und seelische Misshandlung …

jeden Stoß zu Boden und ins lodernde Feuer …

jede selbstverschuldete Tat …

jedes Lebensleid und menschliche Enttäuschung.

Nein … Sie muss nicht verzeihen, vergeben und vergessen.

Sie muss auch nicht anklagend mit dem Finger zeigen.

In dem Moment, da Ihr bewusst wurde, dass all dies

Ihr nach und nach, die Kraft gab, Ihre eigene Stärke zu finden,

wurde Sie erfüllt von tiefer Dankbarkeit, der Vergangenheit gegenüber.

Dankbar über jedes an Ihr verübte Leid und jeden eigenen Fehler.

Diese Dankbarkeit durchflutete Ihre Flügel mit Leidenschaft

und Sie stieg über sich selbst und all dies Leid hinaus,

in die endlosen und wundervollen Sphären Ihrer selbst.

Für dich, der Du im Leid verweilst, bringt sie eine Botschaft mit:

Der Schmerz der Vergangenheit

kann dich nur da in die Ohnmacht entführen,

wo Du es selbst zulässt und die Vergangenheit nicht loslässt.

Da wo Du selbst, festhält, anklagst und betrauerst,

wird die Dunkelheit deiner Erfahrungen an dir klammern.

Da wo Du dankbar den Schmerz loslässt,

da kannst Du voller Freude dein eigenes Feuer entzünden.

© Erika Flickinger

Die Suchende

Sie ist eine Suchende,

die sich selbst finden will.

Sie braucht keine Konzepte,

keine Regeln und keine Anleitung.

Sie ist eine Suchende,

die sich bewusst ist,

dass nur wer sich selbst sucht,

die Welt finden kann,

in der die Seele sich entfalten wird.

Sie sucht nicht Dich …

der Sie so wundervoll ergänzen wird …

denn Sie weiß,

wer sich selbst gefunden hat,

wird von dem gefunden,

der sein Eigenes Ich lebt

und erkennt, dass sich beide so wie sie sind,

zu einen Universum des Fühlens vereinen.

Sie ist eine Suchende,

auf dem Weg zu sich selbst,

mitten in die Seele des eigenen Seins.

Dort inmitten des eigenen Lebenspulses,

kann Sie erkennen, was Sie von Ihrem Leben wünscht.

Sie ist eine Wanderin,

auf dem schwersten Weg des Lebens,

der doch die größte Belohnung verspricht …

ein selbstbestimmtes Leben,

mitten in die eigene Seele hinein,

ohne Dogmen, ohne Anleitung derer,

die glauben, nur Sie wüssten, was Ihrer Seele fehlt.

Sie ist eine Abenteuerin, mutig sich selbst zu erkennen,

fähig, den eigenen Weg zu erkämpfen,

Sie ist eine leidenschaftlich Suchende,

auf dem Weg, sich selbst zu erschaffen.

Sie trägt die Seele eines Adlers in sich,

der einfach fliegend seine Kreise zieht,

ohne zu fragen, wieso er fliegen kann.

Sie weiß, dass nur Ihre eigene Flügel

Sie auf Ihrer Reise in Ihr eigenes Ich tragen.

Sie ist eine Suchende mit dem Wissen,

dass alles, was für Ihr Leben bestimmt ist,

den Weg zu Ihr finden wird und das all dies

was andere meinen über Sie zu wissen,

Sie auf Irrwegen von sich selbst wegführen würde.

© Erika Flickinger

Deine wahren Fragen

Wenn Sie sich dir im Gespräch zuwendet,

dann sucht Sie den Blickkontakt mit dir,

lauscht dem, was dein Mund verschweigt,

jedoch deine Augen stumm berichten.

Sie hört dir im Inneren deiner Seele zu,

fühlt den Emotionen deiner Stimme nach.

Und so hört sie auch die Geschichten,

die dein Mund nicht zu sprechen vermag,

versteht dies, was deine Seele erzählen möchte.

Wenn die weise Frau mit dir spricht,

beantwortet Sie dir die wahren Fragen,

die Sie in der Stille zwischen deinen Worten

und in der Tiefe deiner Seele vernimmt.

© Erika Flickinger

(Aus „Die Magie der erwachten Frau“)