Sehnsuchtsfäden

Es gibt keine Worte

welche die Stille zwischen uns

beschreiben könnten

… keine Farben

welche die Empfindungen

zu zeichnen vermögen,

die uns gemeinsam bewegen

… keine Töne

in welche die Liebe 

sich schmiegen könnte …

die zwischen Dir und Mir

ihre Sehnsuchtsfäden knüpft.

© Erika Flickinger

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Unendlichkeit des Liebens

Man liebt nur einmal

mit all der Tiefe seiner Seele …

ein einziges Mal

in jedem Leben kehrt sie

aus der Unendlichkeit zu dir zurück …

diese unendliche Liebe.

Sie fordert nicht viel von Dir …

ein winziges Fleckchen deiner Seele …

von wo aus sie leuchtend atmen darf.

Sie fordert wenig von Dir

und doch alles was Du

fühlend geben kannst.

Sie ersehnt sich Freiheit von Dir …

damit sie bleiben mag …

wird sich nicht zwingen lassen …

nicht überreden … nicht bestechen …

sie bleibt, wenn sie fühlt,

dass sie die Freizügigkeit des Liebens

leben und genießen darf …

wird sich jedoch versperren

vor den Gitterstäben

deines Wünschens.

Die Liebe

sie kommt nur einmal …

um dir zu sagen …

hier bin ich …

umarme mich,

aber fessle mich nicht

in die Ketten deiner Forderungen …

hier bin ich …

Bereit, dein Leben zu bereichern …

aber nimm mir nicht den Glanz

indem Du mich beanspruchst

ohne dich ganz zu schenken.

Hier bin ich …

bereit zu Lieben

und geliebt zu werden …

lass dich in meine Tiefen fallen.

Hier bin ich,

spricht die Liebe leise …

bist Du bereit

dein Altes Ich zu opfern,

um mit mir den Glanz

der Auferstehung zu feiern?

Man liebt nur einmal …

so tief … so wahrhaftig …

versinkt in der Seele eines Du.

Wer Angst hat tief hineinzufallen,

in die Unendlichkeit einer Seele…

vor dem Beginn sogleich

das Auffangen beansprucht,

ohne zu vertrauen,

dass für die wahre Liebe

kein Aufprall existiert …

dem verwehrt sie sich …

die Reise in die

Unendlichkeit des Liebens.

© Erika Flickinger

Leichtigkeit des Fühlens

Und dann spürst Du überraschend

wieder diese Leichtigkeit,

die Freude an einem Menschen,

welcher dein Herz schneller schlagen lässt.

Und plötzlich ist da wieder dieses Wissen,

gefühlt gesehen und gewollt zu werden,

dieses sich freuen auf den neuen Tag

und was er wohl bringen wird.

Und sachte gleitest Du wieder hinein,

in die Schwingen der Liebe

und lässt dich tragen …

wohin auch immer …

es ist egal …

so weit oben in den Höhen des Fühlens

atmet auf jeder Reise die Liebe.

Und Du bekommst wieder unbändige Lust,

dich zu erheben …

hinein in diese Leichtigkeit des Seins,

die dir nur ein anderes Herz schenken kann.

© Erika Flickinger

Phantom der Liebe

Wie oft wünschen wir uns

einen bestimmten Menschen an die Seite,

nicht wissen wollend,

dass wir nur vor der wahren Liebe weglaufen

indem wir ein Phantom verfolgen …

indem wir lieben, was unerreichbar ist …

indem wir uns verlieren, in Gefühlen,

die so gerne für den Richtigen schwingen würden.

Wie sehr verletzten wir uns selbst damit,

nicht wahrhaben zu wollen,

dass dies, was wir glauben, als Liebe zu fühlen,

im Grunde nur ein Verweigern dessen ist,

was uns wirklich voller Liebe,

den Heiligen Gral der Liebe reichen möchte.

Denn manchmal ist es schwieriger

wahrhafte Liebe anzunehmen und zu leben,

als in dem Schmerz zu baden,

den ungeliebt Sein dir sicher schenkt.

© Erika Flickinger