Dich zu lieben . . .

Es ist nicht mehr leicht,

Dich zu lieben

da wo nichts mehr fühlend

von Dir in Mir lebt.

Es ist nicht mehr leicht,

Dich zu lieben,

da wo deine mächtige Stille,

die Lebendigkeit in mir erstickte.

Es ist nicht mehr leicht,

Dich zu lieben,

da wo deine Präsenz von einst,

dem Gewicht der Ignoranz gewichen ist.

Es ist nicht leicht,

Dich nicht zu lieben,

denn da wo ich mein Herz

befreien und öffnen möchte,

funkelt hinter jeder dunklen Ecke

dein trauriges Lächeln hervor.

Da wo ich dich vergessen möchte,

lastet das nicht mehr vermissen können

so unendlich schwer in mir.

Da wo ich neue Wege finden möchte,

steht tonnenschwer die Sehnsucht von einst,

unsichtbar doch so präsent im Weg,

Da wo ich meine inneren Räume öffnen möchte,

forderst Du weiterhin Raum ein,

den Du nicht bewohnst.

Dich nicht mehr lieben zu wollen,

ist so unmöglich wie dich zu lieben dürfen,

auf dem einen wie auf dem anderen Weg,

lässt Du meine Seele nicht mehr los.

Ich weiß,

wenn ich aufhöre dich zu lieben,

wird jeder Raum in mir

der Liebe verschlossen sein.

© Erika Flickinger

DU und ICH

Du bist wie dieses eine Lied,

dass durch alle Leben summt.

Die Melodie,

die immer aufs Neue erklingt,

Note für Note aneinandergefügt,

im Gestern, im Heute,

seit ewigen Zeiten.

Wir sind diese eine Melodie,

das in uns erwacht,

wenn Gedanken hin und herfliegen.

Du bist dieses eine Lied,

dass in meinen Tränen schwimmt,

inmitten der Töne,

die Du und Ich sind.

© Erika Flickinger

Du fehlst …

Und vielleicht ist die Lücke

welche Du in meine Seele gebrannt hast,

genau der Flecken in mir,

an dem nun in der von Dir hinterlassenen Stille,

sich unsere uralten Wunden schließen können.

Vielleicht ist diese leergebrannt Stelle

tief in mir, genau der Ort,

an dem meine Seele heilt,

auch wenn es ständig in mir flüstert

„Du fehlst mir so sehr“.

Und vielleicht sind es gerade diese Worte,

die mir die Kraft geben,

trotz allem, eine äonenalte Liebe,

über diese ausgebrannte Steppe

in meinem tiefsten Inneren,

hinwegzulieben … hin in eine Zukunft,

deren zarten Fäden wir

vor ewigen Zeiten gesponnen

und untrennbar verknüpft haben.

Und vielleicht zeigt mir dieses Fühlen,

dass je zarter die Bande der Liebe sind,

umso stärker die Gefühle sprechen …

und nichts sie daran hindern kann weiter zu l(i)eben.

Und so trage ich dieses Fleckchen Wüste in mir,

auf dem noch immer deine Liebe ihre Wurzeln schlägt.

© Erika Flickinger

Spuren der Liebe

Spricht es manchmal noch leise zu Dir,

dieses Gefühl des Ankommens,

welches uns einst zusammenführte?

Hörst Du sie noch,

meine Stimme,

die durch deine Träume flüstert?

Spürst Du es noch,

wie die Wellen meiner Sehnsucht,

am Ufer deiner Wehmut landen?

Erkennst Du mich noch,

wenn ich sachte und wissend,

durch dein beständiges Sehnen,

nach dem Ankommen wandere?

Fühlst Du dann auch,

dass egal wo jeder von uns weilt,

die Liebe ihre Spuren

in unsere Seelen zeichnet?

© Erika Flickinger

 

Gefühlsstaub

Auf Zehenspitzen

gehe ich durch deine Träume …

aufwecken möchte ich dich nicht,

dir nur hier und da,

in deine nächtlichen Bilder,

ein wenig Gefühlsstaub streuen …

kleine glitzernde Spuren legen …

damit Du mit dem Gefühl erwachst …

Du wirst geliebt.

© Erika Flickinger

Fragil

Ich ahnte nicht,

wie zerbrechlich Du warst,

in deinem Bemühen,

zu sein, was Du nicht bist.

Ich erkannte,

dass dein Weglaufen,

nur deine Angst war,

dass der Teil von dir

zu sehr geliebt wird,

denn Du nicht sehen wolltest.

Ich sah nur all deine Risse,

durch die das Licht des Lebens

sich in deinem Inneren

so wundervoll zart brach.

Und noch immer

sehe ich nur Dich,

und die Spiegelung dessen,

was mein Herz erkannte.

Noch immer liebe ich dies,

was deine Seele

der meinen still offenbarte.

Doch am tiefsten wird mir

in Erinnerung bleiben,

wie fragil doch dein Herz

inmitten all deiner Stärke schlägt.

© Erika Flickinger

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Manchmal …

Manchmal füllt sie mich völlig aus,

lässt mich verstummen und stillstehen.

In manchen Augenblicken,

überrollt sie mich,

absolut,

gnadenlos,

füllt mich bis in mein tiefstes Sein aus.

Es gibt Momente,

da steht alles still,

bewegt sich nichts mehr im außen,

nur in meinem inneren

tobt sie wie ein Orkan,

will nicht zur Ruhe kommen.

Und manchmal,

umfasst sie mich sanft

mit ihren Schwingen,

und trägt mich über alle Grenzen

in dein Fühlen und deine Träume …

diese tiefe Sehnsucht nach Dir.

© Erika Flickinger