Ich war immer bei Dir

Ich war immer bei Dir …

Wenn Du nach mir suchen willst,

und dein Ruf nach mir

in deinem Inneren

ohne Echo verhallt,

dann könnte ich schon dort sei,

wo ich uns beide immer hinträumte …

in den Zeiten da Du weg

aber ich bei Dir war.

Wenn ich durch deine Gedanken tanze

und Du erkennst,

wie unsere Seelen harmonieren,

und Du mich zu dir rufen möchtest,

dann könnte es sein,

dass ich endlich den Weg gefunden habe,

der fernab der schmerzenden Sehnsucht verläuft …

und doch lief ich auf diesen Weg

immer auch neben Dir.

Du kannst mich rufen,

doch weiß ich nicht ob meine Zukunft

deine Stimme noch vernimmt …

ob dein Ruf nicht verhallt,

an dem Ort der uns zusammenführte,

für einen Wimpernschlag der Zeit,

für einen lebenslangen Atemzug der Liebe.

Doch sei Dir gewiss … ich war immer bei Dir.

Wenn der Moment kommt,

da Du nach mir rufst,

wirst Du vielleicht erkennen,

dass ich nicht mehr an dem Ort weile,

wo wir uns gefunden hatten …

und rufst Du meinen Namen in die Leere,

kann dein Echo mich nicht mehr erreichen,

dann kann die Antwort Stille sein in Dir,

und wenn Du Dich fragst wo ich bin …

wird die Antwort vielleicht nur noch

leise in deiner Seele klingen …

„Ich war immer bei Dir“

© Erika Flickinger

Ohne Dich

Ich wünschte mir

so sehr zu wissen,

wie es wäre,

Dich zu fühlen,

in deiner Seele

zu versinken,

zu spüren,

wie ich bei jedem

deiner Worte

in den Wogen

der Gefühle bade.

Wie hoch mich

die Schwingen

der Liebe

tragen würden,

und ob es

am Ende

von dem

was man

fallen lassen

nennt,

denn auch ein sanftes

Auffangen gäbe.

Die Antwort

bleibt stumm

zwischen den Rissen

der Zeit verborgen,

die sich

zwischen Dir und Mir

in verschiedene

Richtungen bewegt.

Was von meinen

Fragen bleibt

verbirgt sich

zwischen den Atemzügen,

die sich in eine

Zukunft hauchen,

in der jene

Antwort durch

meine Seele schwingt …

»Zu sein …

zu atmen …

ohne Dich«.

© Erika Flickinger

 

Nur auf Papier

Ich male dich

zwischen jede Silbe …

zeichne dein Bild

in jedes Wort …

erwecke Träume

inmitten der Zeilen …

denn nur

auf leeren Blättern

erwacht,

was seit Ewigkeiten

in uns lebt.

Papier voller

Sehnsüchte …

die Feder getaucht

in Herzblut,

hauchen den Gefühlen

das Leben ein …

was in dir und mir

verborgen liegt.

Nur auf Papier …

doch unendlich voller

Liebe und Gefühl.

© Erika Flickinger

Merken

Offenbarung

Ob unsere Sehnsucht

die Gleiche ist,

können wir nur erkennen,

indem wir uns offenbaren,

was unser Herzschlag singt

und welche Farben

in unserer Seele leuchten.

Ob unsere Zukunft die Gleiche ist,

wird dann deutlich fühlbar,

wenn unsere Antworten

in den Fragen des anderen

ihr Zuhause gefunden haben.

© Erika Flickinger