Sand zwischen den Fingern

Du bist durch meine offenen Gefühle geronnen,

wie Sand zwischen den Fingern fließt.

Du hast das Licht meines Fühlens

mit der dir innewohnenden Dunkelheit gelöscht.

Stille ist was in mir blieb.

Dunkelheit und Kühle bauten mir ein Nest …

eine Heimat, voller Einsamkeit und doch auch

voller heilender Sprachlosigkeit.

Meine Worte, die einst Dir galten,

flossen durch die Zwischenräume der Zeit,

wandelten sich in heilige Wahrheiten

und umschlossen die tiefen Wunde,

durch welche deine Dunkelheit mein Leuchten stahl.

Doch bin ich auferstanden, wie ein Feuervogel,

strahlend, brennend vor neuer Energie,

hochgehoben von eben dieser Dunkelheit,

die Du mir als Erbe in die Seele hauchtest.

Wiedererweckt von den Fluten der Erinnerungen,

die leise in meine Seele tropften.

Erweckt von Liedern, die in mir

von Heilung, Stärke und Neugeburt sangen,

die aus jedem Unglück erwachsen können.

Neu geboren, auferweckt und hochgehoben,

mitten hinein in die Sehnsucht

und die Gewissheit danach,

dass da dieser eine Mensch seine Flügel spreizt,

sich aus seinen Flammen erhebt, aufsteigt,

mitten hinein in einen Tanz der Liebe.

Die Seele, die mir ein Nest baut, inmitten von

neuem Fühlen, Lieben und Vertrauen.

© Erika Flickinger

Zwei einsame Blüten

Zwei Seelen nahe beieinander

und doch so weit entfernt.

Ich fühle all dies,

was Du mir sagen möchtest

und doch verschweigst

tief in meiner Seele flüstern.

Es bedarf keiner Worte,

wenn Seelen sich finden,

dann spricht über jegliche Distanz

Gefühl zu Gefühl.

Ich spüre die zarten Momente,

in denen deine Gedanken bei mir weilen,

wie Schmetterlingsflügel auf der Haut.

Wenn in stillen Minuten

meine Gefühle aus den Augen tropfen

sind es deine ungeweinten Tränen,

von denen eine jede wortlos

sehnsuchtsvoll von dieser tiefen Liebe zeugt.

Ich fühle all dies, was uns zutiefst verbindet

in den Zwischenräumen unserer Herzschläge

von Liebe und Verbundenheit und Sehnen,

zwischen Dir und Mir wispern.

Zwei einsame Blüten, liebend nahe beieinander,

und doch jeder gefangen in seiner Welt.

© Erika Flickinger

Einsam lieben . . .

Es macht einsam

aus der Ferne zu lieben

ohne erkannt zu werden.

Das Herz ist erfüllt

von sehnsüchtigen Träumen,

davon, wie es sein könnte,

ohne die Gewissheit,

ob es je werden darf.

Sie erfüllt mit Traurigkeit,

diese Liebe, die ruft

und doch nicht erhört wird.

Es macht einsam,

in Gefühlen gefangen zu sein,

die nicht die Freiheit haben,

sich in deinem Herzen

entfalten zu dürfen.

Das Herz sehnt sich danach,

in deiner Seele anzukommen.

Es macht traurig,

zu ahnen, dass diese Liebe

nie ins Leben getragen wird.

Es macht einsam, zu lieben,

ohne die zarte Geborgenheit

gemeinsam gelebter Momente.

© Erika Flickinger

Fallen lassen

Der schicksalhafte Moment

da sie erkannte,

dass die Angst davor,

sich fallenzulassen

nicht die Furcht ist,

ins Leere zu stürzen,

sondern sich

beim Aufprall aufzulösen

ohne diese Liebe

je gelebt zu haben.

Dieser Moment

der Erkenntnis,

dass sie liebt,

ohne Hoffnung

wiedergeliebt zu werden,

zeigt ihr, wie leise

das Leben werden kann

und wie laut

die Sehnsucht darin klingt.

Diese kurze Sekunde

da ihr bewusstwurde,

dass sie lieber

in einer Seifenblase

der Illusion verweilt,

weil die Angst

ihn durch die Wahrheit

ganz zu verlieren

schwer wie Blei

über allem liegt.

So verweilt sie
 
in der Vision
 
der Unerfüllten Liebe,
 
nicht wissend,
 
ob seine Liebe sie
 
vielleicht auffangen würde.
© Erika Flickinger

Dunkelschön . . .

Von einer tiefgefühlten Liebe

bleibt oft nur die Sehnsucht,

dieses leere Gefühl

das so vieles hätte sein können

und niemals war.

Sehnsucht treibt dich

auf die ewige Suche,

wieso das Ende

vor dem Anfang kam.

Sie schenkt dir

die unsterbliche Frage,

wieso deine Liebe

nur in deiner Einsamkeit

ihr Echo fand.

Sehnsucht ist eine

dunkelschöne Pflanze

die ihre Wurzeln,

einer unsterblichen Liebe,

unendlich tief gefühlt.

in das grenzenlose Meer

deiner Träume webt.

© Erika Flickinger

 

 

Sehnsuchtsfäden

Es gibt keine Worte

welche die Stille zwischen uns

beschreiben könnten

… keine Farben

welche die Empfindungen

zu zeichnen vermögen,

die uns gemeinsam bewegen

… keine Töne

in welche die Liebe 

sich schmiegen könnte …

die zwischen Dir und Mir

ihre Sehnsuchtsfäden knüpft.

© Erika Flickinger

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