Du musst nicht immer Ja sagen

Du musst nicht zu jeder Lebenssituation Ja sagen, wenn dir diese nicht gefällt.

Du hast sehr wohl die Möglichkeit zu sagen „Nein, so will ich das nicht. Ich will nicht leiden, nur weil mir das Leid etwas sagen wollen könnte.“

„Ich will nicht in dieser Situation verharren, bis ich irgendwann glaube, den Spiegel entdeckt zu haben, der mir hier angeblich vorgehalten wird.“

Wer lange genug sucht, wird auch eine Spiegelfläche finden, die ihm vermeidlich zeigt, welchen Mangel man da in sich tragen soll. Doch meist schaut man in fremde Spiegel und wundert sich dann, dass man den eigenen Weg irgendwo auf dieser Suche verloren hat.

Natürlich musst Du nicht alles im Leben so hinnehmen, wie sich dir dies zeigt.

Dir wurden Fähigkeiten mitgegeben, eigenständig zu denken, zu erkennen, aktiv zu werden, zu handeln und zu verändern, was dich unglücklich macht, dir Unwohlsein beschert, oder dich in deiner Entwicklung festhält.

Du bist nicht gezwungen zu leiden, nur weil einige esoterische Strömungen, oder einzelne Personen erklären, dass Leid dir etwas zeigen will, dass es nur dein Ego ist, dass der Situation ausweichen und nicht hinschauen will und Du dieses Ego, wohlgemerkt dass eigene Ego, bekämpfen sollst, oder das Leid ein Spiegel ist, für etwas, das in dir selbst nicht stimmt.

Das sind willkommene Sprüche für Dulder, geäußert von Machern.

Du darfst sehr wohl selbst der Macher deines Lebens sein, Du hast all die Fähigkeiten in dir, vom Dulder zum Meister „deines“ eigenen Lebens aufzusteigen.

Du darfst absolut das Leid in deinem Leben ablehnen und nach positiveren, glücklicheren Situationen suchen, und die Schatten zurücklassen.

Nein, Du musst nicht jeden vermeintlichen Schatten analysieren, bearbeiten und in dir integrieren.

Es kann von sehr viel Mut zeugen, eben diese Schatten zwar zu betrachten, dich dann aber auf den Weg zu machen und die Schatten in Licht wandeln, indem Du diese sein lässt, wo sie sind, und dich auf den Weg zur Sonne deines Lebens begibst.

Denn dort wo Schatten ist muss Licht sein, damit überhaupt ein Schatten geworfen wird.

Dieses Licht, nicht die Schatten, ist es, dass dir den Weg zeigen möchte, in eine glückliche Zukunft. Ohne Schatten vergessen viele, dass es auch Licht gibt, von daher zeigt sich der Weg in all deine Visionen hinein oft  erst einmal durch Schatten an, damit Du sehen kannst, wo genau DEIN Licht leuchtet.

Du musst nicht in diesen Schatten stehen bleiben, nur weil dir jemand sagt, Schatten zu ignorieren bedeutet im Ego zu hängen, sondern darfst dich sehr wohl anhand dieser Schatten orientieren wo der Ursprung des Lichts deines Lebens ist. Dann erkennst Du auch wo deine eigenen Stärken zu finden sind.

Nein, Du musst zu nichts was Jetzt ist, Ja sagen … Du DARFST zu dem, was hinter den vermeidlichen Schatten des Jetzt liegt, laut JA sagen und draufzugehen.

Du musst nicht auf der Stelle stehen bleiben, wo nur Schmerz, Leid, Unglück und Traurigkeit für dich zu finden sind, und dich dahindurchwühlen, um zu hören was es dir sagen will.

Es kann eine große Herausforderung sein, einfach hindurchzugehen, zurückzulassen und der Sonne des Zukünftigen einfach entgegenzugehen. Eine Herausforderung, die dich zu dir selbst führen wird, zu deinem starken ICH.

Denn nur ein schwaches Ich bleib stehen und sucht nach Erklärungen, die oftmals nicht zu finden sind.

Ein schwaches ich, lässt sich an der Hand nehmen und folgt anderen auf fremden Wegen, auf Fußspuren, in welche die eigenen Schritte nicht hineinpassen und somit auch nicht in das eigene Leben führen.

Ein starkes Ich weiß, dass das eigene EGO der Motor seines Lebens ist, dass der eigene Wille, sowie die eigene unverwechselbare Art zu fühlen, der Treibstoff für eben diesen Motor sind, sein ureigenes persönliches Leben zu gestalten.

Ein starkes selbstbewusstes Ich macht sich mutig auf den Weg, sich selbst alleine zu finden um im Sommer des „eigenen Lebens“, auf dem Höhepunkt des eigenen Seins anzukommen.

© Erika Flickinger

Deine Angst

Da wo deine Angst in Dir lebt,

da wo deine wunden Punkte sind,

genau da, wo alles in Dir schmerzt …

Dort sollst Du dich selbst heilen können …

dort soll deine Liebe zu Dir selbst erwachen?

Du findest dort all die Wunden,

die das Leben und andere Dir zufügten.

Du findest dort all die Ablehnung,

die Du einst erfahren hast.

Du findest dort, tief in Dir selbst,

all dies, was Dir zeigt,

wo Du nicht mehr hinwillst.

Du findest dort all dies was

man dich lehrte, es gehöre nicht zu Dir.

Dort findest Du jede Wunde,

die andere leichtsinnig in deine Seele schlugen.

Und hier sollst Du die Liebe zu Dir selbst finden,

an diesem Ort in Dir, der gebrandmarkt ist,

von der Unfähigkeit anderer,

Dich zu lieben und zu umarmen so wie Du bist?

Keine Gefühle der Liebe, die Du hier suchst,

können diese dunklen Flecken in Dir heilen,

denn wie sollst Du liebend umarmen,

was Dich einst so tief verletzte …

herabsetzte …

deine Seele mit Füßen trat?

Du bist ein Mensch …

ein lebendes und fühlendes Wesen.

Du bist eine Seele,

eine liebende fühlende Seele.

Du hast das Recht, diesen Ort in Dir,

nicht lieben zu können,

gleichgültig was andere Behaupten.

Du hast das Recht dazu,

diese Orte in Dir abzulehnen

und ihre Heilung nicht erzwingen zu wollen.

Es ist dein verdammtes Recht

diese Wunden als das zu sehen, was sie sind,

Wunden welche andere Dir zufügten,

Narben, die mit der Liebe zu Dir selbst

nicht das Geringste zu tun haben …

sondern der Lieblosigkeit anderer entspringen.

Diese Wunden und Narben in Dir

werden sich öffnen und Heilen,

wenn Du auf eine Seele triffst,

die in Dich hineinfühlen kann,

die deine Verletzungen fühlend

ertasten und umarmen kann.

Die erkennt, dass diese Wunden

nicht Du selbst bist, sondern

die Hinterlassenschaften anderer.

Nicht Du bist der Heiler

von fremdgeschlagenen Wunden,

sondern dieses eine Herz, welches dich

mit all Deinen Rissen und Verletzungen

liebend und fühlend umarmen kann.

Diese eine Seele, die Dich sieht

mit all deinen Narben,

die liebevoll diese Wunden berührt,

ohne Dich mit ihnen gleichzustellen,

dieser dich liebende Mensch ist es,

der Heilung in diese Wunden bringt.

© Erika Flickinger

Spiegelbild oder Selbstverleugnung?

Sie kann es nicht mehr hören,

dass jene die Sie liebt, Ihre Spiegel seien.

Denn es ist in Sie als Ihre Wahrheit eingebrannt,

tief in Ihrem Inneren … es gibt keinen Menschen,

keine Dinge … keine Situationen, welche Sie spiegeln könnten.

Sie ist einmalig …

ist genauso, wie das Leben Sie formte …

und kein Zweiter …

und keine Situation …

und kein Ding, was auch immer es sei,

kann sein wie Sie.

Sie stoßen Sie ab, diese Aussagen,

dass alles, was Sie an anderen stört,

nur eine Reflektion, dessen sei,

was Sie an sich selbst nicht lieben kann …

nicht wahrhaben möchte … ablehnt oder verbirgt.

BULLSHIT ist Ihre Antwort darauf …

Gelebt von Menschen, die Scheu davor haben,

sich selbst als einzigartiges Wesen zu erkennen.

Die Angst haben, nur sich selbst im Spiegel zu sehen,

und dabei zu erkennen, wie sie wirklich sind.

Die Panik davor haben, ihre eigene Finsternis zu finden,

und sich deshalb in den Spiegelungen derer zu verstecken,

die sie beteuern zutiefst und bedingungslos zu lieben.

Und doch ist es nur Selbstverleugnung

indem sie versuchen, als Kopie eines anderen zu L(i)eben,

verlieren sie sich selbst während sie sich verzweifelt

in den Reflexionen eines anderen suchen.

Wer in anderen einen Spiegel seiner Gefühle

und den Wiederhall von Liebe sucht, hat nicht erkannt,

dass Liebe sich nicht spiegeln und analysieren lässt,

sie will in Ihrer ganzen Wahrheit gefühlt und gelebt werden,

genauso einzigartig, wie sie in Dir und deinem Gegenüber lebt.

© Erika Flickinger

Glauben und Überzeugungen …

Wer den Glauben und die Überzeugungen anderer schlechtmachen,

ja sogar ins Lächerliche oder Negative ziehen muss,

um seinen eigenen Glauben und Ansichten, anderen zu erklären,

aufzuzwingen, oder als einzig richtige Theorie in die Welt zu setzen,

ist im Grunde noch immer auf der Suche nach sich selbst.

Ein Mensch, der andere angreift um dessen Anschauung

anzugreifen und zu demontieren, zeigt seinen Mangel an Liebe.

Wer anderen erklären möchte, was wahre Liebe ist,

und dafür seine eigenen festgefahrenen Wege lobt,

der einem erklärt, dass nur sein Weg der wirklich wahre ist,

hat seinen eigenen Weg aus dem Auge verloren.

Ein Mensch, der einem ständig darauf verweist,

dass man nicht „richtig“ ist, wenn man sich selbst nicht liebt,

dieser Mensch hat Selbstliebe wohl noch nicht gefunden.

Ein Mensch, der dich, wenn Du ihm widersprichst,

auf dein eigenes, unerlöstes inneres Kind verweist,

beherbergt vielleicht in seiner Seele ein sehr trauriges Kind.

Ein Mensch, der dir permanent erklären will,

wie Du dank seiner Überzeugung Liebe in dein Leben ziehst,

der ist mit sich selbst und der Liebe in sich nicht im Reinen …

der hat nicht erkannt, dass jeder Mensch individuell ist,

seine eigene Art des Fühlens und seinen eigenen Weg in sich hat,

der handelt nicht in Liebe, auch nicht zum Wohle des anderen.

Indem er die Art des Lebens und Liebens anderer angreift,

handelt er wie ein trauriges, egoistisches kleines Kind,

dass mit allen Mitteln seinen Kopf durchsetzen möchte,

dieser Mensch sollte sein inneres Kind umarmen.

Ein solcher Mensch, versucht anderen, das aufzuerlegen,

und Wege aufzuzeigen, die nur für ihn gangbar wären,

die er aber im Nebel seiner Überzeugungen nicht geht,

er versucht über andere dies zu leben,

was er in sich selbst nicht finden kann.

© Erika Flickinger

Merken

Du musst …

Immer dieses …

Du musst dich selbst lieben …

Du musst loslassen …

Du musst deine innere Mitte finden …

Du musst dich anpassen …

Du musst dies und Du musst das …

Und so viele wissen genau, was Du tun und sein musst …

ohne dich wirklich zu kennen, ohne deine Gefühle zu spüren …

ohne nur ein Stück weit deine Reise erlebt zu haben,

ohne dir jemals wirklich zugehört zu haben.

Und doch haben gerade sehr viele dieser Menschen,

all diese „Du musst“ nie wirklich selbst in ihren Tiefen gelebt.

Sie sprechen nach was sie gehört oder gelesen haben,

was man ihnen beibrachte und sie lehrte. Weiterlesen

Deine Wahrheit

Du wirst einige Menschen verlieren,

wenn Du aussprichst was Du denkst,

Du wirst von stillen Zeiten umarmt werden,

wenn Du immer deine Wahrheit lebst.

Du wirst manchen Weg alleine gehen,

wenn Du deiner Intuition vertraust.

Doch Du wirst niemals ohne dich selbst sein,

wenn Du dir treu bleibst.

Wenn Du den Weg deines Herzens gehst,

wirst Du mit der Zeit den Seelen begegnen,

die dich gerade wegen deinem Ich Sein,

und wegen deiner Wahrheit lieben werden.

© Erika Flickinger

Auszeit …

Manchmal einfach Auszeit vom Leben nehmen …

in der Stille mit sich selbst zurückfinden in die eigene Mitte …

dem Lärm nichtssagender Gespräche den Rücken kehren …

dem Geplärre anklagender Messages, die Ohren verschließen …

das Gezerre um deine Aufmerksamkeit ignorieren …

und einfach nur Du selbst inmitten deiner Gefühle sein …

dich in den eigenen Gedanken wiederfinden …

und unnötiges filtern, um die eigene Leichtigkeit nicht zu verlieren.

Einfach nur auf dich selbst konzentrieren ist kein Egoismus,

sondern notwendig, um voller Energie wieder ins Leben zu treten.

© Erika Flickinger

Dein Verhalten reflektiert mich?

Der Behauptung, dass ich in dir nur das sehe, was sich von mir, in dir reflektiert, kann ich nur wiedersprechen.

Wenn ich sehe, dass dein Verhalten mir gegenüber unverschämt, herabwürdigend, oder gar verletzend ist, dann reflektierst Du mir, was Du über mich denkst und was Du in meiner Gegenwart fühlst. Du trägst in diesem Moment einen Teil deiner Persönlichkeit nach außen, nicht meinen Charakter, sondern deinen.

Du spiegelst mir damit nicht, was in mir selbst aus der Schublade unbewusster Veranlagungen gekramt werden möchte, sondern es zeigt mir, deine Missachtung meiner Person, deine Selbstbezogenheit und deine fehlende Empathie.

Dein negatives Verhalten mir gegenüber reflektiert nicht, dass ich mich schlecht behandelt fühlen will. Es zeigt mir auch nicht, dass ich dich wegen meiner unbewussten Anteile nun auch unbewusst dazu auffordere, dich mir gegenüber negativ zu verhalten, damit mir etwas „bewusst“ wird, was nicht existiert. Nein, dein Verhalten fordert mich auf, meiner Intuition, meinen Gefühlen und meiner Menschenkenntnis dir gegenüber zu vertrauen.

Es fordert mich auf, für mich selbst Stellung zu beziehen, und entsprechen der Situation mit dir, zu handeln.

Es fordert mich dazu auf, die Gefühle die Du in mir verletzt hast anzusehen, jedoch nicht, mir diesen Schuh der Reflektion anzuziehen, weil dieser mir garantiert nicht passen würde.

Meine Gefühle, die Du mir mit deinem Verhalten ausgelöst hast, wollen dann als das betrachtet werden, was sie sind: Enttäuschung, und ich meine hier „Enttäuschung“, nicht (Ent)Täuschung, verletzt sein, Traurigkeit, oder auch Wut und Zorn.

Diese Gefühle wollen in dem Moment ihren Platz in meinem Fühlen. Sie wollen beachtet werden und sie können mir deutlich zeigen, wie man sich einem Menschen gegenüber nicht verhalten sollte.

Indem ich mir meine Gefühlsreaktionen auf dein Benehmen genau anschaue, kann ich wachsen und lernen, wie ich mich anderen gegenüber nicht verhalten möchte.

Insofern reflektierst Du mir keine unbewussten und verdrängten Anteile meines Selbst, sondern Du lehrst mich Einfühlsamkeit anderen gegenüber.

Aber, Du gibst mir in diesem Moment auch die Möglichkeit, an der Liebe zu mir selbst zu arbeiten indem ich mich von deiner Art mit mir umzugehen, distanziere.  Du lässt mich dich sehen, wie Du bist, und mich erkennen, wie ich sein möchte.

Wenn mir klar wird, dass es dein Charakter ist, den Du mir zeigst, und nicht etwas Unbewusstes in mir Selbst, kann ich mich so annehmen, wie ich wirklich bin und keinesfalls wie Du mich haben möchtest.

Insofern kann ich diesem beliebten Thema, dass dein Verhalten nur mein eigenes Unbewusstes reflektiert, nicht zustimmen.

Es zeigt mir deutlich, wer in mein Leben passt, und wer seine Wege ohne mich gehen sollte.

© Erika Flickinger

Du musst nicht immer in dir selbst suchen!

Weil ich den Schmerz in mir ablehne, wird er mir im Außen geschickt?
Weil ich den Schmerz in mir ablehne, werde ich von anderen verletzt,
um mich auf meine innere Unfähigkeit hinzuweisen, den Schmerz in mir anzusehen?
Alles was an Schmerz, Enttäuschung, Traurigkeit, Frustration und schmerzhaften Angriffen von außen kommt, ist die unbewusste Aufforderung meines selbst auf mich zu schauen und in mein Inneres.
Ich habe selten so etwas Empathieloses gelesen.
So etwas kann nur jemand behaupten, der selbst dem Schmerz aus dem Weg geht,
dem wahren Schmerz, der tief in einen hineinsticht, bohrt und verwundet.
Solche Worte kann nur schreiben, wer unfähig ist, den Schmerz anderer zu fühlen, aber seine Verletzbarkeit an anderen auslebt. Weiterlesen

Schweigend fühlen …

Und als sie schweigend tief in sich fühlte,

sprach der alte Schmerz leise zu ihr …

er erzählte ihr von seiner Pein,

von dem was sie einst wollte,

wünschte und so sehr ersehnte.

Er berichtete ihr von jeder Träne,

die tiefste Sehnsucht in sich trug,

von dem Bemühen festzuhalten,

was nicht für Sie bestimmt schien.

Er führte sie erneut zu dem tiefen Leid,

das einst jede ihrer Minuten erfüllte,

und ihr die Luft zum Atmen nahm,

diese schmerzende unbeschreibliche Trauer,

mit der er sie fest umklammert hatte.

Er ließ sie alles nochmals fühlen,

bis in ihre tiefste Wahrheit hinein.

Still schaute sie, was es mit ihr tat,

diesen Schmerz, den sie einst weinend,

tobend und mit dem Schicksal hadernd,

zum Feind ihres Lebens erklärt hatte,

im Abstand der Zeit, nochmals zu treffen,

um gelassen zu lauschen, was er ihr zeigen wollte.

Schweigend in sich versunken erkannte sie,

dass da wo einmal diese Pein in ihrem Fühlen,

den Winter ihres Lebens in ihr einziehen lies,

plötzlich friedvolle eine wärmende Sonne schien.

Hier in der ehrlichen Stille ihres Selbst,

begriff sie so klar, dass der Feind von damals,

der ehrlichste Lehrmeister ihres Lebens war,

der sie in die Hölle eines Feuers schickte,

indem ihr wahres ich aus den Flammen stieg.

Als sie sich wiederfand in all den Tränen,

die sie damals unaufhaltsam aufzulösen schienen,

ihr jegliches Raum und Zeitgefühl hinwegwischten,

um ihr zu zeigen, dass sie in der falschen Zeit weilte,

sah sie den Sinn dieses tief gefühlten Schmerzes.

Hier mitten in der Ehrlichkeit mit sich selbst,

erkannte sie mit tief empfundener Dankbarkeit,

dass dies, was sie in ihrem Leid als Feind empfand,

der liebevollste ehrlichste Freund an ihrer Seite war,

ein Gefährte, der sie auf den Weg zu sich selbst

mitten hinein in ihren eigenen Frieden führte.

© Erika Flickinger