Du musst nicht immer in dir selbst suchen!

Weil ich den Schmerz in mir ablehne, wird er mir im Außen geschickt?
Weil ich den Schmerz in mir ablehne, werde ich von anderen verletzt,
um mich auf meine innere Unfähigkeit hinzuweisen, den Schmerz in mir anzusehen?
Alles was an Schmerz, Enttäuschung, Traurigkeit, Frustration und schmerzhaften Angriffen von außen kommt, ist die unbewusste Aufforderung meines selbst auf mich zu schauen und in mein Inneres.
Ich habe selten so etwas Empathieloses gelesen.
So etwas kann nur jemand behaupten, der selbst dem Schmerz aus dem Weg geht,
dem wahren Schmerz, der tief in einen hineinsticht, bohrt und verwundet.
Solche Worte kann nur schreiben, wer unfähig ist, den Schmerz anderer zu fühlen, aber seine Verletzbarkeit an anderen auslebt. Weiterlesen

Schweigend fühlen …

Und als sie schweigend tief in sich fühlte,

sprach der alte Schmerz leise zu ihr …

er erzählte ihr von seiner Pein,

von dem was sie einst wollte,

wünschte und so sehr ersehnte.

Er berichtete ihr von jeder Träne,

die tiefste Sehnsucht in sich trug,

von dem Bemühen festzuhalten,

was nicht für Sie bestimmt schien.

Er führte sie erneut zu dem tiefen Leid,

das einst jede ihrer Minuten erfüllte,

und ihr die Luft zum Atmen nahm,

diese schmerzende unbeschreibliche Trauer,

mit der er sie fest umklammert hatte.

Er ließ sie alles nochmals fühlen,

bis in ihre tiefste Wahrheit hinein.

Still schaute sie, was es mit ihr tat,

diesen Schmerz, den sie einst weinend,

tobend und mit dem Schicksal hadernd,

zum Feind ihres Lebens erklärt hatte,

im Abstand der Zeit, nochmals zu treffen,

um gelassen zu lauschen, was er ihr zeigen wollte.

Schweigend in sich versunken erkannte sie,

dass da wo einmal diese Pein in ihrem Fühlen,

den Winter ihres Lebens in ihr einziehen lies,

plötzlich friedvolle eine wärmende Sonne schien.

Hier in der ehrlichen Stille ihres Selbst,

begriff sie so klar, dass der Feind von damals,

der ehrlichste Lehrmeister ihres Lebens war,

der sie in die Hölle eines Feuers schickte,

indem ihr wahres ich aus den Flammen stieg.

Als sie sich wiederfand in all den Tränen,

die sie damals unaufhaltsam aufzulösen schienen,

ihr jegliches Raum und Zeitgefühl hinwegwischten,

um ihr zu zeigen, dass sie in der falschen Zeit weilte,

sah sie den Sinn dieses tief gefühlten Schmerzes.

Hier mitten in der Ehrlichkeit mit sich selbst,

erkannte sie mit tief empfundener Dankbarkeit,

dass dies, was sie in ihrem Leid als Feind empfand,

der liebevollste ehrlichste Freund an ihrer Seite war,

ein Gefährte, der sie auf den Weg zu sich selbst

mitten hinein in ihren eigenen Frieden führte.

© Erika Flickinger

Kein Verständnis mehr …

Ich habe kein Verständnis mehr für Menschen,

die immer nur kurz in meinem Leben vorbeischauen,

wenn es ihnen schlecht geht und sie

Zuwendung und Mitgefühl suchen,

ohne einmal zu fragen, wie es mir all die Zeit erging,

in der ich für sie, nicht zu ihrem Sein gehörte.

Menschen, die wenn sie das gewünschte Maß

an Aufmerksamkeit und Mitgefühl bekamen,

sich zufrieden umdrehen und gehen,

und wieder lange Zeit im Schweigen versinken.

Ich habe keine Geduld mehr, für jene,

die wenn sie glücklich sind, kein Wort für mich haben,

um nur einmal zu fragen ob bei mir alles rundläuft,

ob auch ich einmal ein offenes Ohr brauche,

doch, wenn sie einsam sind, sich an mich erinnern

um sich nach langen Schweigen und Nichtbeachten,

wieder darauf zu besinnen, dass es mich noch gibt.

Ich habe keinen Raum mehr für egoistische Ansagen,

Worte in denen nur „Ich“ und Selbstmitleid zu fühlen ist.

Ich nehme mir das Recht,

zu solchen Menschen auf Abstand zu gehen,

denn ich bin mir wertvoll genug, Nein zu sagen,

wenn ich immer nur geben und nie empfangen darf.

Ich liebe mich selbst genug um darauf zu achten,

meine Energien und Gefühle nicht zu verausgaben,

an Seelen, für die Freundschaft, gegenseitige Achtung,

Fürsorge für andere und Liebe falsch verstandene Worte sind.

Freundschaft und Liebe beinhaltet auch ein gewisses Maß an

Ausgewogenheit und Aufmerksamkeit für den anderen.

Ich mache mir selbst das Geschenk, andere,

die meine Gefühle für sie nicht zu schätzen wissen,

und mich nur als Tankstelle für einseitige Energiezufuhr nutzen,

in der Vergangenheit, bei sich selbst, zurückzulassen.

Ich habe keine Kraft mehr zu verschenken, an Menschen,

die nur sich selbst und ihre „Schwierigkeiten“ sehen,

ohne dabei zu erkennen, dass viele Ursachen in ihnen selbst liegen,

und dass diese auch aus ihrem Mangel an Empathie entstehen.

Ich bin nicht egoistisch, wenn ich mich von denen distanziere,

die mich nur benutzen, damit es ihnen eine Weile besser geht.

Ich achte meinen Selbstwert und hege ihn wie eine zarte Pflanze,

die ich nicht einfach niedertrampeln lasse, von Menschen,

die den Weg der Liebe für sich nicht zu finden vermögen.

Denn ich bevorzuge die Wege der Liebe, der gegenseitigen Achtung,

Verständnis und Empathie für andere und für mich selbst.

Denn Achtung und Verständnis für andere, beginnt dort wo man

Selbstachtung und Verständnis für seine eigenen Gefühle und Energien übt.

© Erika Flickinger

Die Suche

Auf der Suche nach mir selbst

zurück in die Vergangenheit blicken

um dort nur noch Fragmente

und kurze Augenblicke zu finden.

Manche Erlebnisse

nur noch als Gefühl erkennen,

weil die Bilder langsam beginnen

in der ehemaligen Zeit zu verschwimmen,

und da wo früher große unruhige Wellen

kraftvoll und stürmisch an Land schlugen,

liegt jetzt ein ruhiges windstilles Meer vor mir.

Inmitten dieses Gewässers

liegen die Früchte verborgen,

welche durch Enttäuschungen,

Tränen und Schmerzen reiften.

Zurückblickend in die Vergangenheit,

die deutlichen Spuren erkennen,

welche mich dahin führten wo ich jetzt bin …

einfach zu mir selbst!

© Erika Flickinger

Wie Du lieben sollst?

Hast du einmal darüber nachgedacht, wieso so viel dir sagen wollen, wie du lieben sollst?

Hast Du einmal jene hinterfragt, die dir sagen, wie du lieben sollst, wie es bei ihnen mit der Liebe ausschaut?

Ich bin immer wieder verwundert darüber, dass Menschen, die selbst alleine sind, anderen erklären, wie man leben, sich verändern und agieren muss, um die Liebe, und eine Beziehung zu finden oder genau die Beziehung zu bekommen, die man sich wünscht.

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie viele teure Seminare, Einweihungen, Therapien es gibt, um dem Menschen zu erklären, wie er lieben soll um liebeswert zu sein und selbst geliebt zu werden.

Woher haben sie ihr Wissen darüber, wie DU lieben musst, um glücklich zu werden?

Zumeist haben sie es selbst aus irgendwelchen teuren Seminaren und Ausbildungen, in denen sie die Ansichten anderer, gegen Bezahlung „erlernen“ oder aus ihrem Inneren, was aber nur ihre Sichtweise reflektiert und nicht die deine, ihren Lebensweg aber nicht den deinen, ihr Fühlen doch nicht deines, ihre Überzeugungen jedoch nicht die deinen … es reflektiert ihre Wahrheit aber nicht die „deiner“ Seele.

Und sie sind angetrieben durch ihre Motivation, was auch immer diese sein mag und die immer von dir hinterfragt werden sollte.

Schöne Worte, fremde Überzeugungen, ein hübsches Gesicht, eine sanfte Stimme, Überzeugungskraft, eine scheinbar nach außen getragene Offenheit und Ehrlichkeit und viele Anhänger, all dies verleitet schnell dazu, an andere Wahrheiten zu glauben und sie als eigene zu übernehmen.

Doch … Liebe und Selbstliebe kannst du nicht lernen, denn deine Art dich und andere zu lieben ist dir in dieses Leben mitgegeben worden, ist ein Teil deiner Seele.

Du bist als genau dies hier auf die Erde gekommen was du bist, wieso solltest du einmal von der Erde gehen, als das was andere in dir sehen wollen?

Du musst gar nichts, außer du selbst zu sein.

Wieso sollst du dich verbiegen und verändern, um geliebt zu werden.

Deine Art zu lieben ist einfach die deine, und genau mit dieser Art wirst Du den zu dir passenden Menschen finden, wenn es an der Zeit ist euch zu treffen. Du wirst den Menschen finden, dessen Liebe zu der deinen passt und der dich genauso liebt und wünscht, wie du nun einmal bist.

Wenn du dich für einen anderen Menschen in deinem eigenen Sein verändern sollst, dann ist es keine Liebe, dann willst du dich anpassen, willst du gefallen um jeden Preis, aber am Ende wirst du dir selbst nicht mehr gefallen und feststellen, dass dies nicht der Weg zu wahrem glücklich sein ist.

Irgendwann wirst du erkennen, dass du nicht dein Leben, sondern die Ansichten eines anderen lebst.

Wenn ein anderer dich nur beachtet indem du jemand anderes wirst, nämlich dir selbst fremd, dann liebt er nicht dich, sondern ein Bild das er sich erschaffen hat.

Ein Mensch der dich nur liebt, wenn du dich anpasst, ist bei sich selbst nicht angekommen, lebt nicht sich selbst und das Leben, sondern Vorstellungen wie etwas zu sein hat.

Hast du dich jemals gefragt, wieso gerade die Menschen, die dir erzählen „Du musst gar nichts“, dir wiederum erklären wollen, was du tun, wie du leben und vor allen Dingen , wie du lieben sollst

Verschwende nicht deine kostbare Zeit dich selbst zu hinterfragen und zu analysieren, zweifle nicht an deinen Gefühlen und an deiner eigenen Art zu leben und zu lieben … hinterfrage lieber diejenigen, die dich veranlassen wollen, dich zu ändern, damit du „geliebt wirst“.

Versuche lieber zu verstehen und auch anzunehmen, dass du so wie du bist, genau richtig und gewollt bist.

Dass du nur wenn du bei dir selbst bleibst, dein Leben führen kannst, wie es für dich richtig ist und Dich glücklich macht.

Hast Du jemals dich selbst hinterfragt, wieso du Single bist?

Vielleicht ist es gerade so gewollt und gut für dich und deine Entwicklung, vielleicht sollst du frei sein, damit meine ich auch innerlich frei, damit das richtig Herz zu dir findet.

Hast Du jemals versucht, einfach darauf zu vertrauen, dass die für dich passende Seele auf dem Weg zu dir ist, auch wenn es seine Zeit braucht.

Wünsche dir nicht einen bestimmten Menschen in dein Leben, wünsche dir den Menschen, der zu dir passt, der dich genauso liebt wie du nun einmal bist und lasse auch zu, dass Du vom Universum genau jenen Menschen auf den Weg gestellt bekommst, der dich auf deinem Weg der Entwicklung und der Liebe begleiten kann.

Dann wächst die Liebe so in dir, wie sie für dich richtig ist.

Du musst dich nicht verändern um zu gefallen und geliebt zu werden, du musst nicht von jemandem anderen lernen, wie du dich selbst liebst und lieben sollst um geliebt zu werden.

Wahre Selbstliebe ist sich selbst zu erkennen, sich anzunehmen wie man ist, seinen Weg der Liebe selbst finden und sich selbst bewusst zu sein, dass man sich nicht verändern und verbiegen muss um zu gefallen.

Wer dich nicht liebt wie du bist, der liebt dich nicht wirklich.

Du bist genau richtig, du bist liebeswert, weil du bist wer du bist.

© Erika Flickinger

Lass sie gehen …

Lass sie gehen,

lass sie weiterziehen,

jene Menschen,

die deine Taten nicht verstehen,

und sie ständig bemängeln,

weil sie nur ihre Wahrheiten glauben,

und die deinen als unwahr sehen.

Die dich reden lassen,

ohne dich wirklich zu hören,

weil sie zwischen deinen Worten

nur Bestätigung für die ihren suchen.

Die deine Gefühle sammeln,

um selbst fühlen zu können,

ohne dich einmal zu umarmen.

Die dir nur oberflächlich zuhören

doch nicht die Botschaft erkennen,

aber selbst ständig gehört

und verstanden werden wollen.

Die dich anschauen,

doch nicht in dich hinein,

und nur das Bild von dir sehen,

das sie von dir gezeichnet haben,

und sich bei dir beschweren,

wenn du ihre neueste Frisur nicht siehst,

weil du lieber hinter die Fassade schaust.

Lass sie aus Liebe zu dir selbst gehen,

denn sie suchen nur einen Menschen,

der ihnen eine Fassade zeigt,

indem er seine Authentizität verleugnet,

um in ihr geliebtes Weltbild zu passen.

Lass sie weiterziehen auf ihrer Suche,

denn sie haben dich nicht erkannt

als das ICH welches du bist …,

sie suchen nicht wirklich dich,

sie suchen noch immer sich selbst.

© Erika Flickinger

Das vielzitierte Loslassen :)

Ich lasse los…

ich weiß zwar nicht was,

aber ich lasse einfach mal los.

Ich will es auch praktizieren,

dieses vielgelobte Loslassen.

Ich lasse los…

nur was?

Meine Gefühle?

Sie sind bei mir,

also gehören sie auch zu mir.

Sie wohnen in mir,

wollen mir etwas zeigen .. sagen…fühlen lassen…

machen mich aus und formen mich zu dem der ich bin.

Ich lasse los,

weil es eine Modeerscheinung ist? Weiterlesen

Ego…

Egal, ob Mann oder Frau,

für die Egospielchen eines anderen

solltest Du dir generell zu schade sein.

Lass dich nicht in solche Situationen ziehen,

bei denen der andere nicht wirklich weiß,

was er will oder für dich fühlt.

Meist wirst Du den Kürzeren ziehen,

wirst Du der Leidende für die

Unsicherheiten oder Spiele des anderen sein.

Gehe deiner Wege in dem Wissen,

dass sowieso in dein Leben kommt,

was hineinkommen soll.

© Erika Flickinger

( Direkt aus dem Leben – Amzon.de )