Ist in der Konstellation immer einer der Herzmensch und der andere der Kopfmensch?

Nein, nicht immer.

Jedes Paar ist individuelle und hat seine eigenen Aufgaben und Erfahrungen.

Manchmal kann es auch sein, dass beide zusammen ein bestimmtes Gefühl erfahren oder eine gemeinsame Erfahrung machen wollen.

Diese Trennung von Herz- und Kopfmensch ist im Grunde eine Trennung dieser Seelenliebe.

Dualseelen ergänzen sich, da wo der eine zu wenig hat, kann der andere etwas zu viel haben, so dass er die „Lücke“ mit seinem zu viel für beide schließt.

Ich finde, die Trennung von Herz- und Kopfmensch ist ein Versuch zu erklären, wieso einer von beiden noch nicht bereit für diese Beziehung ist.

Dualseelenliebe wird ja gemeinhin als schwierig bezeichnet. Man gibt dem anderen einen Begriff, einen Stempel und erklärt sich damit, wieso er noch nicht in diese Partnerschaft möchte.

Es ist für den leidenden einfacher, die Reaktion des geliebten Menschen, in eine Kategorie zu sortieren, und bei den vielen Theorien die umgehen, wird sich immer eine passende Schublade finden lassen.

Aber Liebe lässt sich nicht in vorgefertigte Meinungen einsortieren. Liebe ist frei, will so gelebt werden, wie sie sich dir gerade zeigt.

Wir alle sind Herz- und Kopfmensch. Der eine ist gefühlsmäßig mehr ausgeprägt, der andere denkt lieber über alles nach. Und gerade hier wird derjenige, der sich selbst als Herzmensch bezeichnet, dann zu dem Kopfmenschen den er im anderen sieht, weil er selbst diese Liebe und den Geliebten durch Denken und sortieren auseinandernimmt, bis er eine Erklärung für, dessen Verhalten gefunden hat. Wer ist nun der „Kopfmensch?“.

Da beide energetisch miteinander verbunden sind, kommen in seinem Unterbewusstsein, in seinem Fühlen, deine Zweifel an. Er wird diese wahrscheinlich nicht einsortieren können, aber fühlen, dass Du zweifelst, dass Du ihn in etwas sortierst, was er nicht ist oder nicht sein will.

Es ist menschlich, dass man nachdenkt und anhand seiner bisherigen Lebenserfahrung unbewusst in Handlung geht. So kann der als „Kopfmensch“ bezeichnete sehr wohl mehr Gefühlsmensch sein, da er aufgrund gemachter und tiefgehender Erlebnisse handelt und evtl. auf Rückzug geht.

Und so kann der selbsternannte „Herzmensch“ ständig dasitzen und grübeln, wieso der andere sich so verhält, und merkt nicht, dass er derjenige ist, der nur denkt und analysiert und den anderen als Kopfmenschen bezeichnet, obwohl dieser instinktiv, also nach seinen Gefühlen handelt.

Ich persönlich halte nichts von diesem Denken in Kategorien, denn damit sprichst Du dem anderen die Vielfältigkeit seines einzigartigen Wesens (das Du doch gerade, weil er so ist, liebst) ab, und verallgemeinerst seine Reaktion.

Auch sehe ich eine Gefahr darin, den anderen zu katalogisieren, denn damit lenkst Du von dir selbst ab, von der wichtigen Frage, warum Du nicht akzeptieren kannst, dass dieser Mensch nicht oder noch nicht bereit ist, in eine Partnerschaft mit Dir zu gehen. Warum Du unbedingt Erklärungen brauchst und somit Sicherheit.

© Erika Flickinger

(Aus „Mysterium Dualseelen und karmische Liebe – 50 Fragen und Antworten“)

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