Würdig sein

Der folgende Text anstand durch die Gespräche mit meinen Klienten/innen.

Viele sind dabei, die glauben, es stünden ihnen keine glücklichen und erfolgreiche Zeiten mehr bevor, weil sie in der Vergangenheit, ein anderer Mensch waren, der handelte, wie sie es heute nicht mehr tun würden.

Einige davon glauben, wenn ihre ehemaligen Verfehlungen bekannt würden, wären sie in den Augen derer, die sie lieben, nichts mehr wert, würden fallen gelassen oder an den Pranger gestellt werden.

Für Menschen wie diese enstand der folgende Text. Da es zumeist Frauen sind, schreibe ich aus Sicht einer Frau. Natürlich gilt der Text ebenso für Männer.

Würdig sein

Glaubst Du, einer erwachten Frau nicht würdig zu sein,

denkst Du, dass dein Leben voller Fehler und ausgeübten Unrecht ist?

Oder ist deine Meinung von Dir,

dass Du zu viel Schwächen hast?

Ist dir bewusst geworden, wie viele Menschen Du schon verletzt hast?

Oder belastet es dich, dass Du Dinge getan hast,

die von anderen als schreckliche Taten eingestuft würden?

Hast Du Angst davor, deine Dämonen der Vergangenheit zu zeigen,

weil man unweigerlich mit dem Finger auf dich zeigen würde?

Fürchtest Du die Anklage und Verurteilung von Menschen,

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Bedingungslos lieben

Ich habe schon öfter über die bedingungslose Liebe geschrieben und möchte nochmals einiges dazu sagen.

Meine Erfahrung in meinen Beratungen zeigt mir, dass manche die bedingungslose Liebe so verstehen, dass sie alles Geben, tun, lassen, ändern müssen, um dem Gegenüber zu zeigen, wie bedingungslos sie diesen lieben.

Ich denke hier, wird der Begriff bedingungslos oftmals falsch verstanden.

Es ist nicht so, dass immer nur einer gibt, und ändert und an sich arbeitet, derweil der andere munter fröhlich sein Leben wie gewohnt weiterführt und der bleibt, der er ist.

Es bedeutet auch kein seelisches Wachstum, sich so für einen anderen Menschen aufzugeben und zu verändern.

Wie ich schon oft geschrieben habe, wir sind hier, um zu lernen, zu wachsen und uns zu dem Menschen zu entwickeln, der wir sein können.

Wir sind keine heiligen und Forderungslose Wesen, sonst wären wir kaum hier.

Wie oft wird einem Liebenden erzählt, er müsse bedingungslos lieben, 
damit er für eine Seelenliebe oder für eine Partnerschaft 
mit dem geliebten Menschen, bereit (genug)wäre.

Ich sehe hierin keine bedingungslose Liebe, sondern eher ein sich selbst aufgeben, sich selbst verlieren.

Faszinierend finde ich auch, dass dieses bedingungslos oft so einseitig gesehen wird. Nur derjenige, der unglücklich liebt, versucht bedingungslos zu lieben und lebt und verändert sich danach, der andere nicht!

Wieso?

Sollten dann nicht beide dieses bedingungslos leben?

Wieso erzählt man Dir, wenn Du ihn/sie bedingungslos liebst, wird derjenige eines Tages, auf dich zukommen, Du musst nur alle Bedingungen fallen lassen, sollst/darfst nichts vom anderen erwarten, fordert dich aber auf, die Forderung/Bedingung zu erfüllen, bedingungslos zu sein?

Ich möchte einmal eine gegenteilige Behauptung in den Raum stellen über die es sich lohnen könnte nachzudenken:

„Was, wenn Du auf diesen Menschen triffst, um zu verstehen, dass Du dich nicht ändern und aufgeben musst. Was wenn Du zu der Bedingung „bedingungslos“ zu lieben Nein sagen darfst, vielleicht sogar sollst, damit Du bei dir bleibst, damit Du dich selbst anerkennst und dadurch auch dich selbst liebst?“

„Was wäre, wenn dieser Mensch in dein Leben kam, um dir zu zeigen, dass ein Mensch, der dich liebt, nicht verlangen würde, dass Du irgendetwas an dir verändern sollst, du einen Prozess durchschreiten, beständig nur an dir arbeiten oder dass Du bedingungslos lieben sollst?“

Was wenn all diese Theorien über die bedingungslose Liebe bei einer Seelenliebe nicht nötig sind, da wenn er/sie wirklich deine Seelenliebe ist, dich so akzeptiert und liebt, wie du bist und du ihn/sie ebenso und weil man miteinander einfach nur Liebe fühlt und keine Regeln, Vorgehensweisen und Taktiken braucht.

Man liebt einfach, ohne vom anderen etwas zu fordern. Die Liebe ist einfach da.

Aber, sie fordert niemals einseitige Veränderungen, Anpassungen oder Verzicht auf Aspekte seines Selbst.

Vielleicht ist auch dies ein Teilaspekt des bedingungslosen Liebens, nicht die Bedingung zu bedienen, bedingungslos zu lieben.

Wie wäre es denn, wenn Du den Begriff bedingungsloses Lieben einmal aus einer anderen Perspektive betrachtest und vielleicht sogar lebst, indem Du dir erlaubst, einen Menschen in dein Leben einzulassen, der dich ohne Bedingungen und ohne Arbeit an dir selbst liebt.

© Erika Flickinger

Wahrheiten

Gestern habe ich bei einem Posting auf Facebook eine Diskussion in den Kommentaren gesehen, die mich sehr nachdenklich werden ließ.

Es ging in dem Text darum, dass eine Dame meinte, niemand kenne die absolute Wahrheit und dass jeder die Welt anders wahrnimmt. Dass wir hier sind, um zu wachsen und zu lernen, uns der bedingungslosen Liebe zu nähern usw. und sie frage sich, wie das funktionieren kann, wenn manch einer die Erkenntnisse eines anderen belächelt, auf der eigenen Meinung beharrt und die Wahrheiten anderer als unwahr ansieht.

Mich haben diese Worte sehr angesprochen und ich konnte nur beipflichten.

Niemand kennt die alleinige Wahrheit für einen anderen, außer diesem selbst. Und doch legen da manche ein Verhalten an den Tag, das so offenkundig zeigt, dass nicht wirklich verstanden wurde, um was es im Leben und der Liebe geht.

Sofern man es verstehen kann.

Das jeder, die Liebe auf seine Weise fühlt, erlebt, darunter leidet oder dadurch glücklich wird, als ein anderer.

In den Kommentaren zeigt sich dann genau dies, was die Dame in ihrem Posting ansprach. Es waren einige spezielle Menschen dabei, die so sehr auf die eigene Meinung pochten, dass sie bei einem Widerspruch sogar persönlich verletzten wurden und fleißig austeilten.

Es gehen manche aufeinander los, beschuldigen sich gegenseitig der Unwissenheit, der Unreife, und des Nichtwissens, was Seelenliebe bedeutet.

Hier wird beschimpft, bloßgestellt und beleidigt, nur um auf seinem Recht zu beharren.

Wer anderer Meinung ist, wird kritisiert und sogar lächerlich gemacht.

Mehrmals werden Worte geschrieben wie „Ich weiß es besser…weil…“

Es wird starr die Meinung vertreten, dass der Dualseelenweg ein schwerer sei, der lange dauert usw. usw. usw.

Ich persönlich glaube nicht an einen Dualseelenweg- oder Prozess, sondern einfach an die Liebe, die für jeden anders spürbar ist. Daran, dass Liebe keinen Regeln und Gesetzen folgt und schon gar keinem vorgeschriebenen Prozess. Aber darum geht es in meinem Beitrag hier nicht.

Wie gesagt, sind einige dabei, die starr an einer Meinung festhalten, was Seelenliebe ist, wie diese zu funktionieren, und zu verlaufen hat und dass sie nun einmal Leid und viel Zeit fordern würde. Und jeder, der etwas Gegenteiliges behauptet wird angegangen und wenn die Argumente ausgehen auch beschimpft.

Einer verunglimpft die Aussagen des anderen als Schwachsinn, oder man wirft dem anderen vor, auf dem falschen Weg zu sein.

Oder es wird geschrieben, wer so etwas behauptet, ist auch nicht im Dualseelenprozess und solle besser von hier (also aus der Gruppe) verschwinden, wieder andere bezeichnen die Worte anderer als krank.

Und so geht es quer durch die Kommentare weiter.

Das ursprüngliche Thema vom Posting ist derweil vergessen worden … und doch wird da gerade genau dies vorgelebt, was die Verfasserin des Postings ansprach.

Ich habe schon Beiträge gesehen, da geht es in den Kommentaren richtig derbe zu, nur um mit der eigenen Meinung im Recht zu bleiben.

Und genau so ein Verhalten zeigt in meinen Augen, dass wirkliche Unreife im Spiel ist, nämlich bei denen, die andere beschuldigen „noch nicht soweit zu sein, wie er selbst“.

Es ist traurig zu sehen, dass ein Thema, bei dem es um die Liebe geht, so viel Arroganz, so viel Dickköpfigkeit und so viel „Ich weiß es besser als Du, schließlich habe ich die Schmerzen der Liebe gespürt, Du aber anscheinend noch nicht genügend, also geh erst mal anständig und lange leiden, dann kannste vielleicht mal hier mitreden“ und ähnliche Aussagen, zum Thema werden.

Jeder hat andere seelische Probleme oder Freuden, wenn es um die Liebe geht, die ihn gerade ausfüllt.

Ein jeder liebt und ein jeder leidet anders.

Ein jeder hat andere Schwerpunkte im Leben und ebenso derjenige, den man liebt.

Bei jedem ist eine andere Umgebung, ein anderes Lebensumfeld und ganz individuelle Lebensereignisse- und Erfahrungen gegeben.

Hier treffen zwei im Grunde verschiedene Menschen aufeinander und bilden so ganz neue Energien, die erfüllt werden von den Ängsten, Sorgen, Befürchtungen und dem Fühlen und der Liebe von einem oder von beiden.

Oder es treffen zwei Seelen zueinander, die getragen werden von einer Liebe, wie nur diese beiden sie fühlen können.

Es gibt so unzählige Variationen mehr und jedes Mal, wenn zwei Menschen auf irgendeine Weise zusammenfinden oder auch nicht, sind neue, andere, nie zuvor gefühlte Gefühle und Umstände gegeben.

Und beide werden, ob sie den anderen nun lieben oder nicht, völlig neue Gefühle und Gedanken erleben, die eben nur zu ihnen passen, die ein anderer so nicht denkt oder fühlt.

Ein reifer Mensch wird diese beiden Menschen auch so sehen können, als zwei unterschiedliche Individuen, welche von der Liebe zusammengeführt wurden und die nun ihre eigene Melodie finden dürfen, um ein gemeinsames Leben zu beginnen oder eben auch nicht.

Oder aber, dass in einem, oder in jedem von beiden, ureigene Themen angestoßen werden, die gesehen, gefühlt, angenommen und gelöst werden wollen.

Ich bin mir sicher, keiner von uns allen hier, hat die Liebe auf die gleiche Weise gefühlt, wie ein anderen und somit mag dem einen ein Ratschlag helfen, welcher für den anderen absolut ungeeignet wäre.

Ein reifer Mensch, der das Leben verstanden hat und die Liebe, weiß, dass es keine allgemeinen Ratschläge, Tipps und Theorien, eingefahrene Wege oder Prozesse gibt, die jedem helfen, und das jede Liebe ihre individuellen Antworten und Wege sucht.

Wenn ich nun sehe, wie da manche auf einen anderen losgehen, ihn als unwissend und mitunter sogar als dumm beschimpfen, als „noch nicht so weit in einem Prozess“, dann frage ich mich, wer hier der/die Unwissenden sind, wer hier noch nicht so weit ist zu verstehen, und vor allen Dingen frage ich mich, ob Liebe und seelische Reife es nötig haben, sich über einen anderen, dessen Meinungen und dessen eigene Wahrheiten zu erheben, um den Verurteilenden, den Besserwissenden und den der alles versteht, darzustellen.

Wer zu einem anderen sagt „Du bist noch nicht soweit“, der setzt ihn herab und weigert sich selbst soweit zu sein, um Empathie und Liebe für andere zu fühlen.

Wer einen anderen belächelt oder sich über dessen Wahrheiten lustig macht oder ihn dafür sogar beschimpft, dem fehlt es wahrscheinlich noch ein ganzes Stück weit, bis hin zur seelischen Reife.

Liebe und Reife, lassen jeden sein wie er ist und erkennen dessen Leid und auch dessen eigene Art zu lieben. Liebe und Reife, fühlt mit anderen mit ohne belehrend oder von oben heran zu reagieren.

Ein reifer, in sich gefestigter Mensch weiß „Es gibt keine Wahrheit die für jeden passt. Jeder ist hier, um seine eigene Wahrheit zu finden und neben der von anderen friedlich zu leben.“

© Erika Flickinger

Bildergebnis für Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.

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Sehnsuchtsfäden

Es gibt keine Worte

welche die Stille zwischen uns

beschreiben könnten

… keine Farben

welche die Empfindungen

zu zeichnen vermögen,

die uns gemeinsam bewegen

… keine Töne

in welche die Liebe 

sich schmiegen könnte …

die zwischen Dir und Mir

ihre Sehnsuchtsfäden knüpft.

© Erika Flickinger

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So oft geträumt

Ich habe so oft geträumt … von Dir,

mit der Last der Gewissheit,

dass Träume nie die Realität erobern.

Ich habe mich so nach dir gesehnt

doch nie gedacht,

dass unsere Wege sich kreuzen.

Ich habe dich so sehr geliebt,

all die Zeit meines Denkens,

doch nie daran geglaubt,

dass Wünsch manchmal Wahrheit werden.

Ich habe daran geglaubt,

dass es dich gibt … irgendwo …

so nahe gefühlt …

doch unsagbar weit weg von mir.

Ich habe mir so sehr gewünscht

mich einmal nur,

in deinen Augen zu spiegeln,

doch nie erwartet,

dass Du mich finden würdest.

© Erika Flickinger

Botschaft der Liebe

Wenn Du mit glänzenden Augen

die Farben einer Blüte bestaunst …

dann bist Du ganz nahe

an der Energie des Herzens.

Wenn Du voller Wehmut

in den Sternenhimmel blickst …

dann bist Du ganz nahe der Sehnsucht.

Wenn Du genussvoll

den Wind auf deiner Haut spürst …

dann bist Du deiner Seele ganz nahe.

Wenn Du fähig bist all dies hingebungsvoll

in einem Augenblick zu fühlen …

dann bist Du ganz nahe daran …

die Botschaft der Liebe zu verstehen.

© Erika Flickinger

Farben der Liebe

Wenn deine Gefühle

auf ein Herz treffen,

in dem die gleichen

Worte wohnen …

die so wenige sind

und doch so schwer wiegen …

würden sie auch nur geflüstert

freigelassen werden …

fühlst Du tief im Herzen,

die leuchtenden Farben

einer ewigen Liebe,

welche nur die Sehnsucht

zweier gleicher Seelen

fühlen kann.

© Erika Flickinger

Lebensfehler . . .

Ob es unser größter Fehler sein wird

uns gefunden zu haben,

und doch Abstand zu wahren?

Ob es richtig sein wird,

zu wissen wir sind da und werden doch nie

in den Augen des anderen zu versinken?

Ob es wohl der Irrtum unseres Lebens ist …

zu glauben, was nicht sein kann darf nicht werden?

Ob die Liebe traurig ist,

weil sie unsere Wege kreuzen ließ

und wir doch jeder seiner Wege wandeln?

Ob es unser größter Fehler sein wird …

zu lieben … jeder allein für sich …

und doch so voller Sehnsucht danach

was sein und werden könnte?

Ob es richtig sein wird …

sich so tief gefühlt zu haben

ohne dem Ruf der Liebe zu folgen?

Ob es wohl der Irrtum unseres Lebens ist …

zu wissen und doch weiterzugehen?

Ob die Liebe traurig ist,

weil wir ihr die Erfüllung verweigern …

indem wir voller Sehnsucht

uns lieber aus der Ferne fühlen?

© Erika Flickinger

Ach Schatz ich schreib dir immer so schnell es geht zurück....:*