Erleuchtung

Du musst dich nicht

auf eine höhere Ebene kämpfen

um als Erleuchtet zu gelten.

Das was Du von Herzen tust

und mit Blick auf andere

trägt mehr Bewusstseinsarbeit in sich

als jede Meditation und jeder

daher gesagte Segenswunsch.

Nein, Du musst nicht mühsam

danach suchen,

in eine besondere Stufe aufzusteigen,

Dann wenn Du bist, wie Du bist

und der Welt gibst, was Du geben kannst,

deine Talente anderen zugutekommen lässt,

lebst Du mit stetig wachsendem Bewusstsein.

Wenn Du auch die kleinen Sorgen

um dich herum erkennst,

die anderen nicht groß genug sind,

um vorzuführen wie weit sie schon sind,

dann zeigst Du einen Geist,

der strahlend voller Menschlichkeit agiert.

Da wo Du lindernd anpackst oder Trost gibst,

zeigst Du ein Herz,

dass heller nicht leuchten kann.

Achtsamkeit im Kleinen gelebt,

Zuwendung dem Gegenüber geschenkt,

Taten ohne Rückerwartungen,

sich erfreuen an stillen doch dankbaren Blicken,

ist gelebte Erleuchtung und Achtsamkeit.

Sag, wieso suchst Du noch mehr Aufstieg?

Deine bescheidenen, im Stillen geschenkten Gaben,

leuchten heller als jede zur Schau getragene Tat.

Wer im Kleinen achtsam ist und beisteht,

ist höher als jede Entwicklungs-Stufe ihn erheben könnte.

© Erika Flickinger

Diese Welt braucht . . .

Die Welt braucht nicht noch mehr Märtyrer,

Lichtanbeter – Mantras- und Ohmenverteiler.

Die Welt braucht Menschen,

die authentisch zu sich selbst stehen,

und doch viele Träume und Visionen hegen,

die sie voller Energie ins Leben tragen.

Diese Welt braucht Seelen,

welche dir vorleben, wie schön es ist,

sich nicht zu verbiegen, nur um zu gefallen.

Sie braucht Menschen, die jenen Mut haben,

sich zu zeigen und laut hinweisen, darauf,

wo es mangelt, und krankt …

wo Widersprüche gefeiert und Wahrheit ignoriert wird.

Menschen, die Sehen, fühlen und einfach tun.

Persönlichkeiten, die da anpacken,

wo andere nur leere abgedroschene Floskeln

und Unmengen leuchtender Wünsche schicken.

Die mutigen, tatkräftigen, handelnden

und authentischen Menschen sind es,

die vorleben, wie man Veränderungen bewirkt.

Nicht jene, die im stillen Kämmerlein,

regenbogenbunte Floskeln und Herzchen

im Übermaß per Internet in die Welt werfen.

Unsere Welt braucht nicht abertausende Gebete,

die um gute Schwingung betteln, um zu retten,

was Menschen so leichtsinnig zerstörten.

Auch nicht jene, die positive Vibrations verteilend,

immer neue „heilende“ Portalöffnungen verkünden..

Die Welt braucht tief in ihr geerdete Menschen,

welche erkennen, wo es nottut zu handeln,

wo eine stützende Hand Heilung spendet,

ein tiefgehendes ehrliches Gespräch Mut gibt,

innerhalb dessen man nicht mit

„Alles wird gut“ in Licht und Liebe abgespeist,

sondern ernstgenommen und aufgefangen wird.

Diese Welt braucht die sehenden Macher,

die achtsamen und doch klardenkenden Handelnden …

die wachen Visionäre und realistischen Träumer,

die ihren Worten Taten folgen lassen.

Nein, diese Welt braucht nicht noch mehr

kunderbunt pulsierende Herzfrequenzen …

utopische Energiearbeit …

erleuchtete Stufen in die nächste Ebene …

obskure Meistertitel, die aus dem Nichts sprießen …

Segensbringer, die nur Reden und schreiben

und vor jeder Aktion scheuen,

die Bewegung, Mut und Handlung fordert.

Diese Erde braucht keine Lichtprediger,

die andere leichtfertig auf  (Irr)Wege führen,

die sie selbst meist nie betreten und erkundet haben.

Unsere Welt braucht Lichtarbeiter,

die fühlend und handelnd,

durch ihre eigene Taten leuchten,

die direkt und mutig, beim Namen nennen,

wo es auf der Erde und bei den Menschen krankt.

Sie braucht einzig hier verwurzelte Seelen,

die nicht in höhere Sphären abheben,

um rätselhafte immer neue Herztüren zu öffnen.

Sie braucht erdverbundene Energien,

offene Augen … mitfühlende Denker,

die ehrliche und daher heilende Worte sprechen.

Es benötigt fühlende Herzen und tatkräftige Hände,

die da schaffen und verändern, wo andere nur reden.

Seelen, die dir Licht und Offenbarung schenken,

während sie dir all dies sichtbar machen,

was andere mit Licht und Gebeten überdecken …

indem sie durch ihre gelebten Taten ermuntern,

anzupacken, wo Hilfe und Beistand wahre Rettung ist.

So leben sie dir vor, was achtsames Leben bedeutet.

© Erika Flickinger

Der Weg des Herzens

Die Kriegerin weiß,

dass viele Stürme Ihren Lebensweg kreuzen.

Sie geht mitten hindurch,

lässt sich mitreißen und durchschütteln.

Sie wirft sich mitten hinein,

in die windigen Wogen,

lässt sich vertrauensvoll davontragen,

in der Gewissheit,

immer richtig zu landen.

Nach manchem Lebensorkan

findet Sie sich auf neuen Wegen wieder,

und doch weiß Sie,

da wo das Leben Sie landen lässt,

dort wo Sie der Weisheit des Seins vertraut,

da ist Sie auf dem Weg des Herzens.

©  Erika Flickinger

(Aus „Die Krieger der Herzen – Die Herzkriegerin“)