Ohne Dich

Ich wünschte mir

so sehr zu wissen,

wie es wäre,

Dich zu fühlen,

in deiner Seele

zu versinken,

zu spüren,

wie ich bei jedem

deiner Worte

in den Wogen

der Gefühle bade.

Wie hoch mich

die Schwingen

der Liebe

tragen würden,

und ob es

am Ende

von dem

was man

fallen lassen

nennt,

denn auch ein sanftes

Auffangen gäbe.

Die Antwort

bleibt stumm

zwischen den Rissen

der Zeit verborgen,

die sich

zwischen Dir und Mir

in verschiedene

Richtungen bewegt.

Was von meinen

Fragen bleibt

verbirgt sich

zwischen den Atemzügen,

die sich in eine

Zukunft hauchen,

in der jene

Antwort durch

meine Seele schwingt …

»Zu sein …

zu atmen …

ohne Dich«.

© Erika Flickinger

 

Nur auf Papier

Ich male dich

zwischen jede Silbe …

zeichne dein Bild

in jedes Wort …

erwecke Träume

inmitten der Zeilen …

denn nur

auf leeren Blättern

erwacht,

was seit Ewigkeiten

in uns lebt.

Papier voller

Sehnsüchte …

die Feder getaucht

in Herzblut,

hauchen den Gefühlen

das Leben ein …

was in dir und mir

verborgen liegt.

Nur auf Papier …

doch unendlich voller

Liebe und Gefühl.

© Erika Flickinger

Merken

Offenbarung

Ob unsere Sehnsucht

die Gleiche ist,

können wir nur erkennen,

indem wir uns offenbaren,

was unser Herzschlag singt

und welche Farben

in unserer Seele leuchten.

Ob unsere Zukunft die Gleiche ist,

wird dann deutlich fühlbar,

wenn unsere Antworten

in den Fragen des anderen

ihr Zuhause gefunden haben.

© Erika Flickinger

Zwischen den Zeilen

Zwischen den Zeilen

steht alles geschrieben,

was nur Du fühlen kannst.

Worte sichtbar

auf Papier gezeichnet,

und doch bewahren sie

in ihren Zwischenräumen

all dies, für dich …

was nicht gesagt werden kann.

Zwischen all den Zeilen

schwingt eine Melodie,

die sich unhörbar für andere

nur in deiner Seele offenbart.

© Erika Flickinger