Weltgedanken

Eine alte buddhistische Weisheit

aus dem „Dhammapada“ besagt ja:

„Wir sind, was wir denken.

Alles, was wir sind,

entsteht durch unsere Gedanken.

Mit unseren Gedanken

gestalten wir die Welt.“

Ich kann nicht sagen,

welche Gedanken anderen zu eigen waren

und wessen Gedanken diese Welt formten,

in der ich heute lebe und Gedanken denke.

Ich kann aber selbst entscheiden,

ob ich diesen fremden Gedanken folge

und somit die Welt vieler anderer lebe,

oder ob ich meinem eigenen Geist folge

und meine eigene Gedankenwelt erschaffe.

Ich lebe gerne meine eigenen Gedankenwelten,

inmitten der Welt, die andere erdachten,

einer genormten und vorgeformten Welt,

die jemand als richtig für alle vermutete.

Sagen diese Worte denn nicht auch aus,

dass es meine Welt ist, die ich lebe,

weil ich sie erdachte?

Kann denn meine Welt falsch sein?

Geht es vielleicht eher um die Kunst,

meine Gedanken in die Welt anderer

so zu integrieren, dass alle glücklich sind?

Geht es vielleicht einfach darum,

seine Gedanken und Träume zu leben,

ohne die Räume anderer zu verletzen?

Ist es nicht ein schöner Gedanke,

dass jeder in seiner und doch auch

in den Welten anderer sein Zuhause lebt?

© Erika Flickinger

Schreibe einen Kommentar