Sich zu verändern, um geliebt zu werden.
Ich finde es sehr traurig, dass so viele Menschen (vorwiegend Frauen) sich einem Weg verschreiben, der permanent fordert, sich selbst zu verändern.
Man versucht sich, selbst umzuerziehen, damit man in ein vorgegebenes Raster passt, welches unzähligen Menschen empfohlen wird, damit man angeblich die eigene große Liebe erobern kann.

Doch ja, es geht ums Erobern eines Menschen, der einen nicht oder nicht ganz will.
Die Szene ist voll von Forderungen diesen Menschen zu EROBERN. Sieger über sein Fühlen und sein Herz zu werden.
Man erobert auf Beutezügen, im Kampf und ähnlichen Situationen, aber man erobert niemals die Liebe.
Ich bleibe bei meiner Ansicht:
Du kannst durch dein verändern keine Liebe erzwingen, wo für dich keine Liebe lebt!
Die Liebe kommt freiwillig zu dir, ohne dass du dich verändern oder umerziehen, geschweige denn verbiegen musst.
Auch dein inneres Kind darf und soll so bleiben, wie es ist.
So wie du jetzt bist, ist es für dich und vor allen Dingen für den/die richtige/n Menschen da draußen genau richtig. Für die, welche wirklich zu dir gehören, bist du so, wie du bist, liebenswert.
Was ich absolut nicht verstehe, ist:
Unzählige Menschen da draußen begeben sich auf einen sogenannten Weg oder Prozess, bei dem sie eine imaginäre Arbeit an sich selbst nach der anderen durchlaufen und absolvieren.

Sie erklimmen Stufen und öffnen Tore und Herzkammern, von denen sie zuvor nie gehört haben – nur um den Menschen zu erobern, den sie vermeintlich lieben.
Mitten im Prozess sagt man dir, du hast die letzte oder vorletzte Stufe falsch begangen. Also gehst du zurück, um besagte Stufe(n) erneut zu bewältigen.
Alles geht von vorne los und hoffst weiter, und am Ende stehst du auf der oberen Stufe ganz allein.
Würde sie die heiß begehrten Menschen wirklich lieben, wüssten sie, dass man nicht kämpfen muss.
Man würde achten, wen der andere sich nicht verbindlich zeigt oder dich wegdreht. Aber etwas erzwingen wollen, wovon der andere deutlich macht, dass er es im Grunde nicht will, ist keine Liebe.
Hier geht es um das haben wollen, man will Erobern, es geht um die Jagd, nach dieser Seele. Aber keinesfalls um wahre und tiefe oder reife Liebe.
Sie verbiegen sich und verändern sich gewaltsam, sie möchten sogar das sogenannte innere Kind umerziehen.
Und wozu all dies?
Um einen Menschen zu erobern, der sie vor ihrer gewaltsamen Verwandlung und ihrer seelischen Tortur, nicht wollte oder nur als Geliebte/n wählte.
Diesen Menschen wollen sie unbedingt besitzen und tun dafür alles Erdenkliche.
Aber wenn dieser Mensch sich ehrlich abwendet oder erklärt, was er eigentlich will, dann beschimpfen sie diesen Menschen als Narzissten und Ghoster usw.
- Hallo da draußen, ihr selbst habt doch auch dazu beigetragen, dass dieser Mensch sich begehrt und besonders fühlt.
- Ihr habt doch Monate und mitunter jahrelang alles ge- und erduldet, um genau diesen Menschen als Partner/in zu bekommen.
- Ihr wart auf der Jagd, und das Wild ist euch beständig entwischt, aber ihr habt weitergemacht, weiter an euch selbst gebastelt, geformt und geändert.
- Ihr habt euch doch freiwillig dieser seelischen Strapaze eines Weges oder Prozesses unterworfen, und er/sie durfte nach wie vor sein, wie er/sie will.
- Ihr habt ihn doch nicht mitgenommen auf diesen Weg, weil man euch sagte, dass nur ihr euch ändern müsst.
- Ihr habt ihm doch vorgelebt, dass er tun kann, was er will, ihr haltet trotzdem an ihm fest. und zwar ob er will oder nicht.
- Ihr habt ihn ständig vorgelebt, dass er sie kann, wie er ist und wie er sein will.
Und wenn dieser Mensch dann genau dies tut, indem er/sie sich selbst lebt und euch, weiterhin als Partner ablehnt, dann stempelt ihr ihn plötzlich zum Narzissten und noch Schlimmeres ab.
Reife würde spätestens jetzt erkennen, dass man selbst dazu beigetragen hat, wo man jetzt steht.
Genau daher nenne ich die Dualseele einen Reifetest.
Die Dualseele, will man unbedingt haben und kämpft darum ihn/sie zu erobern, egal ob dieser Mensch will oder nicht. Und wenn ihr erkennt, dass er/sie es doch nicht ist, geht die Suche/Jagd weiter.

Eine dharmische Liebe, kommt einfach so, ruhig und liebevoll in dein Leben, um zu bleiben, weil du bist, wer du bist und nicht wer du denkst sein zu müssen.
Sobald du reif genug bist, wirst du den Unterschied erkennen und die Liebe zu deinem dharmischen Partner leben wollen. Und du weißt, du bist genug, wie du bist, und da ist dieser Mensch, der dich genauso lieben wird, wie du bist.
Eine wahrhaft reife Seele würde erkennen, dass sie nicht so erwünscht ist, wie sie nun einmal ist, und würde sich so weit selbst achten, um zu sagen: „Ich bin ich, und ich bleibe ich.
Ich bin es wert, geliebt zu werden, wie ich nun einmal bin.
Wer mich ablehnt, wie ich bin, der ist es nicht wert, dass ich ihn erobern möchte.“
Hier könnte ich jetzt einhaken in die sogenannte Selbstliebe, die man dir über diese Wege und Prozesse lehren möchte – und deren Selbsttäuschung.
Wer sich selbst liebt, achtet seine wahre Natur und pflegt und liebt diese. Aber er wird sich sicherlich nicht für jemanden verändern, der einen ablehnt, wie man ist.
Selbstliebe macht sich nicht selbst klein und verändert sich nicht, um zu gefallen.
Zum Thema Dualseelen und Selbstliebe wird es noch einen eigenen Beitrag geben, da dies sonst hier den Rahmen sprengen würde.
Du wünschst eine ehrliche und ganz individuelle Beratung, dann freue ich mich auf ein Gespräch.
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