Weil die Liebe einfach ist!

 Ja, zu lieben, ist das Höchste aller Ziele,

das menschlichste und lohnendste Ziel

deines kurzen Lebens.

Jedoch, die Liebe selbst ist es,

die in ein Leben hineinfindet.

Nein, sie lässt sich von dir

nicht überreden …

überzeugen …

erziehen …

erzwingen …

nicht erlernen oder gar umerziehen.

Sie fügt sich in keine Norm ein,

die wie in der Schule

gelehrt und studiert wird.

Und manchmal

da zieht sie sich enttäuscht zurück,

weil Sie nicht erkannt,

nicht gewollt,

nicht glänzend genug ist.

Weil dir der Name,

der Mensch,

das liebende Herz,

welche dir bestimmt sind,

nicht gefällt,

weil dein Ego glaubt,

wissender zu sein als dies,

was Du doch am meisten ersehnst.

DIE LIEBE!

Jede Liebe,

hat ihre eigenen Farben,

ihr eigenes Gewand.

Die Liebe, zeigt sich pur,

so wie sie ist,

nicht so, wie Du denkst,

dass diese zu sein hat.

Weißt Du,

sehr oft, da zieht sie traurig weiter,

weil sie dir offensichtlich nicht genügt,

da sie in einem anderen Herzen schlägt,

als jenes, welches Du erwählt hast.

Die Liebe fügt sich keinem Prozess,

keiner Entwicklung,

sie ordnet sich keinen Regeln unter.

Sie geht, da wo man fordert,

wie sie sich zu zeigen hat,

einfach weiter Ihrer Wege.

Die Liebe ist es, die wählt,

ob sie dich ihrer für würdig hält,

nicht Du entscheidest.

Die Liebe ist es … die wählt,

welche Seelen zusammenfinden.

Die Liebe legt dir die Gefühle ins Herz,

die in dir ihr Zuhause leben wollen,

nicht Du bist es der wählt,

es ist die Liebe,

die dich für würdig hält ihr zu begegnen.

Die Liebe lehrt dich die Wahrheit,

dass nur wirklich weise ist,

wer auf die leise Sprache seiner Seele lauscht,

nicht auf das laute Fordern seines Egos.

Weil die LIEBE einfach ist!

© Erika Flickinger

Beständige Liebe

Die Liebe

die dich einmal zutiefst erfüllt hat …

sie bleibt immer bei dir,

sie lässt großzügig Raum …

für neue andere Gefühle …

… aber ihre Intensität …

wird dich immer aufs Neue erfüllen.

Die Liebe,

die dich einmal erfüllt hat …

bleibt beständig …

auf die eine oder andere Weise …

… immer Maßstab dessen …

was Du zu fühlen fähig bist.

© Erika Flickinger

Sanduhr des Lebens

Immer wieder erfüllt mich das Empfinden

als riesle ich durch die Zwischenräume der Zeit,

ohne von Armen gefangen zu werden,

die Zuhause bieten und angekommen sein.

Die Sanduhr meines Lebens

sie läuft und rieselt unerbittlich,

sanft erfüllt mich eine Ahnung,

zartgoldener Gefühle kommender Freude,

gebieten mir die Worte aufzusparen,

für den Augenblick, da ich wortlos werde,

da die Liebe mich verstummen lässt.

© Erika Flickinger

Liebe . . . Ego

Die Liebe sagt:

„Weil ich dich liebe lasse ich dich,

ich lasse dich so wie Du bist.“

Das Ego sagt:

„Zieh deine Seele vor mir aus und zeige dein Innerstes,

denn erst wenn diese nackt vor mir steht,

weiß ich Du liebst auch mich!“

Liebe gibt und ist geduldig . . . Ego fordert Beweise.

© Erika Flickinger

Spiegelfläche des Liebens

Vielleicht traut Sie sich nicht mehr aufs Eis der Liebe,

weil schon das leiseste Knirschen an die Zeiten erinnerte,

als Sie vertrauensvoll auf der Spiegelfläche der Emotionen

Ihre Pirouetten voller Energie, Liebe und Hoffnungen drehte,

um sich letztendlich doch im eisigen Wasser zum rettenden Ufer zu kämpfen.

 

Und immer schüttelte Sie sich das Wasser aus dem Fell,

pflegte Ihre Wunden, um schon bald dem Gedanken zu frönen,

„Was soll es, was mich nicht umbringt, macht mich härter.“

Wähnte es und fand sich immer schnell im kalten Bach

verlorener Emotionen und gewonnener Erfahrungen wieder.

Doch mit jeder untergegangenen Hoffnung

lag das rettende Ufer weiter entfernt … ließ sich schwerer erklimmen.

 

Ja, vielleicht traut Sie sich nicht mehr auf die Spiegelflächen der Liebe,

weil die Zeit Sie mit jeder Erfahrung härter werden ließ … so hart …

dass die eigenen Sehnsüchte nicht mehr über Ihre Mauern fanden,

wohlwissend, dass da draußen auch romantische Ufer warteten.

 

Ja und vielleicht mag Sie auch nicht mehr aufs Eis der Emotionen schreiten,

da sie bei zaghaften Blicken über ihre Festungsmauern sah,

dass wahrhaft Liebende, im wärmenden Sonnuntergang des Lebens,

Hand in Hand ineinander verschlungen gemütlich dahin schlenderten.

Die Erkenntnis, dass Liebe keine spiegelnden Flächen zum Tanz suchte,

sondern wogende Wiesen und plätschernde Bachläufe, schmerzte doch sehr.

 

Der Tanz auf dem Eis, dies wurde Ihr schmerzhaft bewusst,

war der Weg der Erkenntnis, dass jene Liebe,

die sich dauerhaft ins Leben atmet,

keine spektakulären Eiskunstläufe sucht,

sondern sich mit Vorliebe ein schlichtes doch gefühlvolles Nest

im wärmenden Lichtspektrum des vergehenden Lebens baute.

 

In Ihr leuchtet die Botschaft, dass es nicht zu spät sein muss,

in vorgerückter Stunde des Leben die wirkliche Liebe zu empfangen.

Denn für die Liebe ist es niemals zu früh oder zu spät,

um sich im weichen Schein der Abenddämmerung ihr Nest zu bauen.

Für manche Liebe ist es früh genug, sie erst spät zu erkennen,

um den Lauf des Sonnenunterganges voller Fühlen zu vollenden.

© Erika Flickinger