All diese Texte darüber,
die man beständig liest
und die überall aufgesogen werden,
als seien sie nur für einen bestimmt.
Darüber, wie müde man doch ist,
weil man zu viel getan hat …
zu oft für andere da war …
zu wenig an sich selbst gedacht …
und sich selbst hintangestellt hat.
Sie zeigen doch nur deinen Wunsch,
gesehen …
gehört …
gebraucht zu werden.
Sie zeigen aber auch, dass du selbst
zu viel für andere getan und
zu wenig an dich selbst gedacht hast.
Und warum?
Um dich geliebt zu fühlen.
Schuld sind nicht die anderen,
sondern deine Sichtweise auf dich selbst.
Sie zeigen deinen Mangel an
Selbstliebe …
Selbstfürsorge …
Selbstbewusstsein …
Kurz: Du selbst hast dich verlassen
in dem Bemühen,
gesehen …
gehört …
gebraucht zu werden.
All dies, weil du diese Begriffe
mit Geliebtwerden verbindest.
Du bist müde des Kämpfens um Anerkennung?
Dann schau einmal in dich selbst,
denn dein Müdesein ist die Folge
deines Kampfes um Anerkennung.
Deine Müdigkeit kommt aus dir selbst,
weil du wie Don Quijote kämpfst.
Denn weißt du:
Wer um Liebe und Anerkennung kämpft,
hat nicht verstanden, dass man
beides nicht erkämpfen kann.
Wer sich selbst achtet und liebt,
wird das Echo in seinem Herzen fühlen.
Angekommen und geliebt fühlen sich jene,
denen es genügt,
sich selbst und ihre Seele zu l(i)eben.
© Erika Flickinger
